Prof. Quaschning pro E-Autos

Dr. Volker Quaschning ist Mitinitiator von Scientists for Future. Er ist Professor für das Fachgebiet Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Berlin. Im Interview mit dem Tmagazin stellt er fest „2035 darf kein Fahrzeug mehr mit Diesel und Benzin unterwegs sein“.

Tmagazin: Wo wären die schnellsten Stellschrauben, um die Ziele der Fridays for Future-Bewegung in die Realität umzusetzen?

Quaschning: Derzeit decken erneuerbare Energien gerade einmal 14 Prozent unseres gesamten Energiebedarfs. Um bis 2035 klimaneutral werden zu können, müssen wir darum den Ausbau vor allem der Photovoltaik und der Windkraft sehr deutlich beschleunigen. Die Regierung hat in den letzten Jahren viele Gesetze und Regelungen erlassen, die den Ausbau blockieren oder gar verhindern. Diese müssen alle beseitigt werden. Gleichzeitig müssen sehr schnell neue Speicher und Gaskraftwerke errichtet werden, damit wir uns bis 2030 von der Kohle endgültig verabschieden können. Außerdem müssen wir uns von der Erdöl- und Erdgasheizung verabschieden und möglichst bald die Produktion von Benzin- und Dieselfahrzeugen einstellen.

Tmagazin: Welche Rolle könnte dabei die E-Mobilität spielen?

Quaschning: Wollen wir das Klima retten, darf im Jahr 2035 kein Fahrzeug mehr mit Diesel und Benzin unterwegs sein. Die klimaneutrale Alternative ist die Elektromobilität, deren Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energien stammt. Gleichzeitig müssen wir aber auch unser Mobilitätsverhalten ändern. Das E-Auto bringt wenig, wenn wir weiterhin regelmäßig in den Urlaub fliegen.

Tmagazin: Darf ein Mensch, der für Klimaschutz ist, überhaupt guten Gewissens Tesla fahren?

Quaschning: Wenn der Tesla anstelle eines dicken SUVs oder eines Porsches angeschafft wurde, dann schon. Wenn der Tesla dazu dient, den nächsten Flieger zu erreichen, sicher nicht. Wenn wir unseren Lebensstil auf den Rest der Welt übertragen wollen, müssen wir die Zahl der Autos in Deutschland mindestens halbieren. Insofern ist ein Tesla sicher eine gute Alternative für Besserverdienende. Die beste Lösung für das Klima sind aber nach wie vor Fahrrad, Bus und Bahn, wobei der Bus selbstredend elektrisch unterwegs sein sollte und der Strom natürlich zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammt.

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Das Gespräch führte Tmagazin Verleger Timo Schadt und ist im Rahmen eines Berichts zu Fridays for Future in der Ausgabe 3.2019 erschienen.

Weitere Themen der 52 seitigen Zeitschrift sind:

Titel: Tesla: Autononome Zukunft

Politik – Fridays for future

Feuerwehrmann im Interview: Bandgefährliche E-Autos?

Tesla – Shareholder Meeting 2019    

Tesla Owners Club Summit     

Tesla – Das Model Y

Elektromobilität – Wenn alle elektrisch fahren …   

Die Herausgeber: TFF e.V. und Tesla Owners Helvetia     

Medienpartnerschaft – Bundesverband eMobilität und Tmagazin   

Ev Events –  Rive Maroc und andere Termine     

Rückspiegel – e4 TESTIVAL, e-Parade, Silence Rallye und Erstes Model 3 Treffen      

Early Adopter – Am Anfang haben sie gelacht    

Tolle Idee – Thank you-Karten – Interview      

Early Adopter – In 80 Tagen elektrisch um die Welt Rafael de Mestre 

Tesla –  Werbefilm von Studenten für Tesla    

Reisebericht – Nikola Tesla Rally Kroatien  

Unterwegs laden – Destination Charger    

Fahrbericht – Hyundai Kona Elektro    

Elektroautoguru – Installation einer Ladestation     

Wirtschaft –  Über den disruptiven Wandel

Wirtschaft – Der Osborne-Effekt

Erneuerbare Energien – Mieterstrom  

Fanboy – Autoshow Shanghai     

Das Tmagazin ist kann gegen Versandkostenübernahme im Shop angefordert werden.

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Wer sich mit Hilfe des Empfehlungscodes ts.la/timo236 einen neuen Tesla kauft, erhält kostenloses Supercharging für 1.500 km. In diesem Zuge kann man Geld und CO2 sparen und den Tmagazin-Verleger Timo Schadt unterstützen, denn auch er bekommt kostenloses Supercharging für 1.500 km und nimmt zusätzlich an einer Verlosung bei Tesla teil.

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