E-Auto-Verkäufe in Deutschland: Nur Tesla kann mit den etablierten Herstellern mithalten

Foto: Peter Lintner

Nicht alle Auto-Marken haben in Deutschland vom Elektroauto-Boom gleich profitiert. Auffällig dabei, dass in Deutschland trotz des beachtlichen Erfolgs von Tesla heute vor allem die etablierten Hersteller auch bei den E-Autos den Ton angeben.

Dabei hätte gerade das Beispiel der Amerikaner auch andere Start-ups in die Erfolgsspur bringen können, so, wie das etwa auch in China passiert ist. Doch in haben selbst erfolgversprechende Newcomer wie der e.GO Life, der ab Juni in Aachen produziert werden soll, bis heute kaum nennenswerte Zulassungszahlen.

Das Marktforschungsunternehmen JATO Dynamics hat sich die Verkaufszahlen von Elektroautos auf dem deutschen Markt über die letzten fünf Jahre nach Marken angesehen. Bei den batterieelektrisch betriebenen Autos ist nach wie vor Tesla der Maßstab unter den „neuen” Herstellern. Dennoch ist, aufgrund des zunehmenden Erfolgs der anderen Marken und trotz fast neunfacher Absatzzahlen, der Marktanteil gesunken. Der betrug nämlich 2016 mit gut 1.900 verkauften Fahrzeugen noch fast 17 Prozent. Zwischenzeitlich sogar auf unter sechs Prozent abgerutscht lag er Ende 2020 bei 8,7 Prozent – mit fast 16.700 verkauften Einheiten.

Neue Elektroauto-Marken kaum nennenswerte Marktanteile – mit einer Ausnahme

Marktführerin Deutschland ist wie bei den Pkw mit Verbrennungsmotor Volkswagen. Die Wolfsburger haben 2020 – dank des ID.3 – mehr als 45.000 E-Fahrzeuge verkauft (Marktanteil knapp 24 Prozent, 2019 noch knapp 8.000). Mit seinen Marken Audi (4,3 Prozent), Porsche (1,7 Prozent), Seat (1,1 Prozent) und Skoda (2,5 Prozent) ist der Konzern Spitzenreiter. Renault hatte vor 5 Jahren mit 2.800 Fahrzeugen fast 25 Prozent Marktanteil. Bis 2019 stieg der Absatz auf mehr als 9.400 Einheiten. 2020 wurden dann 31.477 Modelle verkauft (Marktanteil 16,4 Prozent).

Von den neuen E-Car-Marken hat außer Tesla bisher so gut wie keine erwähnenswerte Marktanteile erzielt. Einzige Ausnahme: der Work. Der Kleintransporter von StreetScooter, seit 2014 ein Tochterunternehmen der Deutschen Post, dominiert bereits seit einigen Jahren den deutschen Markt der leichten elektrischen Nutzfahrzeuge. 2020 wurden 3.400 Einheiten zugelassen– mehr als von Mercedes, Renault, MAN, Opel und Peugeot zusammen. Doch die Post stellt die Produktion in diesem Jahr ein.

Plug-in-Hybride bei den Deutschen beliebt

Auch wenn die Zulassungszahlen von Elektroautos starksteigen, sind viele Deutsche skeptisch. Laut dem „Automobilbarometer“ der Consors Finanz sind für viele Deutsche umweltfreundlichere Autos aktuell zu teuer in der Anschaffung. Hier ist staatliche Förderung ausdrücklich erwünscht.

Zwar haben reiche Käufer immer weniger Nachfrage nach Verbrennern: Bei höherem Einkommen beabsichtigen 40 Prozent, sich als nächstes Auto einen Hybrid zu kaufen, aber nur 9 Prozent ein Elektroauto. Aus dieser Hinsicht könnten zumindest Zweifel bestehen, ob Tesla in Deutschland in seinem Marktsegment der hochpreisigen E-Autos in Deutschland weiter stark wachsen kann. Bei mittlerem Einkommen wollen 14 Prozent als nächstes ein Elektroauto kaufen (18 Prozent einen Hybrid). Hier wäre für den 25.000-Dollar-Tesla sicher Potential

Auch zeigt die Befragung, dass in Deutschland überdurchschnittlich viele Käufer (78 Prozent) ein Auto bevorzugen würden, das ganz oder teilweise im eigenen Land gefertigt oder montiert wurde.

Quellen: JATO DynamicsConsors Finanz

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