Der Fiat 500e geht ins Modelljahr 2026, und schon die erste Ausfahrt zeigt: Das Design ist herausragend, der Fahrkomfort überraschend gut, der Wendekreis genial. Ein paar Ausstattungsdetails sind allerdings der teuren La-Prima-Version vorbehalten. Ein erster Eindruck zum Auftakt einer Testreihe.


Mit dem Fiat 500e startet ein neuer Dauertest: In mehreren Folgen sollen Komfort, Reichweite, Ladeverhalten und Langstreckentauglichkeit geklärt werden. Den Anfang macht ein erster Rundgang samt kurzer Ausfahrt. Schon dabei wird klar, warum die Wahl auf dieses Auto fiel – das Design zählt zum Schönsten, was der Kleinstwagenmarkt aktuell zu bieten hat.
Design und Ausstattung
Das Testfahrzeug trägt die Lackierung Celestial Blue, die je nach Lichteinfall mal blau, mal gräulich wirkt. Dazu kommen 17-Zoll-Räder in 205/45. Ein Ausstattungshighlight ist die Voll-LED-Beleuchtung „Infinity” (statt nur LED-Tagfahrlicht) – für Vielfahrer bei Nacht laut Tester ein Muss. An Bord sind außerdem ein Totwinkelwarner in den Außenspiegeln sowie das Komfort- und das Style-Paket. Der Kofferraum fällt für die Fahrzeugklasse nicht zu klein aus, die Heckklappe öffnet manuell, ein Typ-2-Kabel liegt bei.

Innenraum und Bedienung
Im Innenraum dominiert Hartplastik, weiche Materialien fehlen – bei einem Auto dieses Charakters fällt das aber kaum ins Gewicht, zumal die Verarbeitung ordentlich wirkt. Den größten Pluspunkt setzt die offene Mittelkonsole: Sie schafft viel Platz und ein ausgesprochen entspanntes Sitzgefühl, das der Tester ausdrücklich über engere Konkurrenten wie den BYD Dolphin stellt. Vor dem Fahrer sitzt ein scharfes, gut ablesbares Display, dazu kommt ein zentraler 10,25-Zoll-Touchscreen.
Wichtig für Interessenten: Ein integriertes Navigationssystem und ein vollwertiger Spurhalteassistent sind der Topversion La Prima vorbehalten. In der getesteten Variante läuft die Navigation über Apple CarPlay; als Alternative für eine echte Routenplanung dient ein OBD-Dongle in Verbindung mit A Better Routeplanner, der auf die Live-Daten des Fahrzeugs zugreift. Bei den Fahrmodi stehen Range (volle Rekuperation, höchste Reichweite), Normal und Sherpa zur Wahl; One-Pedal-Driving ist möglich.


Assistenzsysteme
Hier zeigt sich die Einstiegsausstattung: Ein Tempomat ist vorhanden, ein echter aktiver Spurhalteassistent jedoch nicht. Stattdessen gibt es nur einen Notspurhalteassistenten, der das Fahrzeug beim Überfahren der Linie zurück in die Spur lenkt. Den vollwertigen Assistenten gibt es ausschließlich in der La-Prima-Version.
Fahren
Auf den ersten Kilometern überzeugt der 500e mehr als erwartet. Der Fronttriebler beschleunigt aus dem Stand spritzig – von 0 auf 50 km/h vergehen nur rund 2,8 bis 2,9 Sekunden, was in der Stadt für viel Fahrspaß sorgt. Jenseits der 100 km/h wird der Vortrieb zäher, bei einer abgeriegelten Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h; durch die Karosserieform ist der Wagen bei höherem Tempo zudem etwas windanfällig. Die Lenkung ist leicht und direkt, das Fahrwerk trotz 17-Zoll-Rädern angenehm und keineswegs zu hart. Besonders beeindruckt der enge Wendekreis, der das Rangieren und Wenden in der Stadt zum Kinderspiel macht. Auch der Komfort stimmt: Selbst eine 1,85 Meter große Person sitzt erhöht und mit guter Beinfreiheit, die Sitze sind allerdings recht straff. Nach reichlich beherztem Beschleunigen zeigte der Bordcomputer einen Durchschnittsverbrauch von 14,9 kWh/100 km.

Akku und Laden
Das Testfahrzeug fährt mit dem größeren der beiden Akkus: 42 Kilowattstunden. Geladen wird per AC und DC mit bis zu rund 85 kW; 20 auf 80 Prozent sollen in etwa 30 Minuten gelingen. Diese Werte sowie die tatsächliche Reichweite stehen im weiteren Verlauf der Testreihe noch auf dem Prüfstand.
Erster Eindruck
Der Auftakt fällt positiv aus: Der Fiat 500e punktet mit herausragendem Design, hohem Sitzkomfort, leichter Lenkung und einem geradezu genialen Wendekreis – ein ideales Stadtauto, das sich auch für große Fahrer eignet. Ob das Konzept mit dem 42-kWh-Akku auch auf der Langstrecke trägt und welche Verbrauchs- und Ladewerte realistisch sind, klären die kommenden Folgen der Testreihe. Wer maximale Assistenz und integrierte Navigation will, muss allerdings zur teureren La-Prima-Version greifen.
QUELLE: Youtube Kanal “Elektro Driver” @elektrodriver902, Folgt Ihm gerne !
Und das sind die Themen der 30. Ausgabe:
- Neues aus der Tesla Welt
- Die Revolution der Patentstrategie bei Tesla
- Grünere Energienetze dank Einsatz von KI
- Die Herausgeber: Elektrische von Paris nach Dakar und zurück
- Neues zur elektrischen COMMUNITY 2026
- Strombock: Höhere Benzinpreise, der perfekte Moment für den Umstieg !
- Unser Manifest und Petition für eine zukunftsorientierte Transformation Deutschlands
- Reisebericht: Mit Model X & Grok durch Schottland
- Die Herausgeber: Tesla Fahrer & Freunde e.V.
- Besuch im Geothermiekraftwerk
- Powerwall 3P: Erstmals dreiphasiger Heimspeicher von Tesla
- Fanboy: Terafab
- …




