Treibhausgase mit Sonnenlicht & Wasser mischen

Give me fuel, give me fire, give me all, what I desire, ye…ahhh! Der Energiemarkt scheint schon immer Metallica zu zitieren. Das geht jetzt auch mit Brennstoff direkt aus Sonnenenergie. Das 2016 aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) ausgegründete Schweizer Unternehmen Synhelion hat es geschafft, mit Hilfe der Sonne aus Kohlendioxid und Wasser direkt Treibstoff zu erzeugen. Eine Erfindung, die es sogar in die wissenschaftliche Top-Zeitschrift ‚Nature‘ geschafft hat.

Am Beginn stand die Überlegung, ob sich der übliche Prozess der Umwandlung von Treibstoff in Hitze auch umkehren lässt und die dafür notwendige Hitze aus der Sonne zu beziehen. Auf dem Papier stellte sich in der Theorie heraus, dass dies chemisch möglich wird, wenn man es schafft, mit Sonnenlicht mehr als 1500 Grad zu erzielen. Mit solchen Temperaturen Wasser und Kohlendioxid dazu zu zwingen, zu brennbarem Gas zu werden, konnten die Forscher anschließend im Labor beweisen. Um hierfür Sonnenenergie zu nutzen, entwickelten sie einen Konverter, der es ausgerechnet mit Hilfe des Treibhauseffekts ermöglicht, Sonnenlicht auf über 1.500 Grad zu konzentrieren. Es entsteht tatsächlich Gas, welches im Anschluss in flüssige Brennstoffe umgewandelt werden kann, wirtschaftlich und kompatibel mit der weltweit existierenden Infrastruktur für Treibstoffe, so zum Beispiel im Jahr 2014 das erste Kerosin. Grundsätzlich ist das Verfahren unendlich skalierbar, d.h. mit genug Anlagen ist prinzipiell die Herstellung des Weltbedarfs an Kraftstoffen möglich. Dafür würde so viel Kohlendioxid benötigt, dass dessen Anteil in der Luft wahrscheinlich wieder sinken würde.
In einer Pilotanlage in Jülich soll ab 2023 Brennstoff aus Sonnenlicht, Kohlendioxid und Wasser hergestellt werden. Bis 2030 plant Synhelion die Produktion von 875 Millionen Liter Kerosin für den Zürcher Flughafen, die Hälfte des jährlich Bedarfs. Partner von Synhelion für dieses Ziel ist neben dem Flughafen Zürich die Lufthansa Group.
Das mit Sonnenlicht hergestellte Sonnen-Gas zu verflüssigen ist ein Ergebnis der Forschung des ebenfalls 2016 gegründeten Karlsruher Unternehmens INERATEC, eine Ausgründung aus dem Karlsruher Institute of Technology (KIT). INERATEC hat sogar drei Pfeile im Köcher. Erstens die oben angesprochene Gas-to-Liquid-Technik. Damit können das Sonnen-Gas von Synhelion, aber auch fossile Begleit- und Überschussgase und erneuerbare methanhaltige Gase in synthetische Kohlenwasserstoffe und Kraftstoffe umgewandelt werden. (…)

Der vollständige Beitrag ist erschienen in der Ausgabe 15 des T&Emagazin.

 


 

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Die Themen dieser Ausgabe:

Leser-Reaktionen
EditorialE-Mobilität nicht mehr ausbremsbar – von Timo Schadt
Tesla Welt News des Quartals – von David Reich
Tesla – Cyber Rodeo & more – Gigafactory in Texas eröffnet – von Karsten Klees
Tesla – Model X Plaid vs. Model S von 2013von Timo Schadt
Die Herausgeber – Tesla Owners Club Helvetia (TOCH)von Martin Haudenschild
Die Herausgeber – Tesla Fahrer und Freunde (TFF) e.V. – von Lars Hendrichs
Innovator – Carsten Fischer plädiert für das Fahren im älteren E-Auto Interview von Nino Zeidler & Timo Schadt
Elektroauto Guru – Tuning fürs E-Auto?von Nino Zeidler
S3XY CARS Community – Das größte E-Auto Event am 30.7. – von Timo Schadt
T&Etalk – Rückblick: E-Fahrzeug-Design – furchtbar? – von Timo Schadt
Elektromobilität – Wie funktioniert eine Akkuzelle – von Martin Hund
Elektromobilität – Car Maniacs E-Auto-Tests – von Christopher Karatsonyi
Wirtschaft – Medien zwischen Fake News & BildungsauftragInterview von Timo Schadt mit TV Journalist Jochen Rosenkranz
Wirtschaft – Internet für alle: Was ist Starlink? – von Moritz Blunt
Energie- & Verkehrswende – Brennstoff aus Treibhausgasen – von Dr. Heiko Behrendt
Energie- & Verkehrswende – Geldverschwendung mit Atomkraft – von Dr. Heiko Behrendt
Energie- & Verkehrswende – Potenzial von Vehicle-to-Grid Interview mit Loris Di Natale von Fritz Kleiner
Technophilosoph – Wenn Robotaxis vor der Polizei abhauen – von Dr. Mario Herger
Reisebericht – Halide Studer fuhr mit dem Model S nach Istanbul von Beat Jau
Reisebericht – USA mit dem Tesla – von Lars Hendrichs
Fanboy – Synergien im Elon Universum von Gabor Reiter

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Ein Gedanke zu „Treibhausgase mit Sonnenlicht & Wasser mischen

  1. Der Dr. schreibt: “Dafür würde so viel Kohlendioxid benötigt, dass dessen Anteil in der Luft wahrscheinlich wieder sinken würde.”
    ist nicht korrekt! Diese Kraftstoffe würden beim verbrennen genau so viel CO2 ausstoßen, wie vorher aus der Luft entnommen.

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