Doch eine aktuelle Untersuchung des ADAC in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik zeichnet ein bedenklicheres Bild: Hinter dem markanten Duft verbirgt sich oft ein Mix aus Chemikalien, die bei hoher Konzentration die Gesundheit belasten können.

Wer in ein fabrikneues Auto steigt, atmet häufig ein Gemisch aus Stoffen ein, die sprichwörtlich „ausgasen“. Dabei handelt es sich primär um Rückstände aus der Produktion, die aus den verbauten Kunststoffen, Textilien und Klebemitteln im Innenraum entweichen. Der ADAC hat diesen Effekt nun genauer unter die Lupe genommen und fünf verschiedene Fahrzeuge (vom Hyundai Kona über den Dacia Spring bis zum VW Golf) in einer speziellen Klimakammer untersucht.
Je jünger das Fahrzeug, desto höher die Belastung
Die Ergebnisse der Schadstoffmessung zeigen einen deutlichen Zusammenhang mit dem Alter des Fahrzeugs. Gemessen wurde der sogenannte TVOC-Wert, der die Summe aller flüchtigen organischen Verbindungen angibt. Dazu gehören auch potenziell riskante Stoffe wie Benzol, Xylole oder Formaldehyd.
Besonders auffällig war der Vergleich zweier identischer Modelle: Ein erst 39 Tage alter VW Golf eTSI wies eine mehr als fünfmal so hohe Schadstoffkonzentration auf wie ein baugleiches Fahrzeug, das bereits 200 Tage alt war. Auch beim chinesischen Modell BYD Seal stellten die Tester vergleichsweise hohe Werte fest. Zwar erreichte keines der Autos eine unmittelbar lebensbedrohliche Konzentration, dennoch lagen alle untersuchten Fahrzeuge über den Referenzwerten des Umweltbundesamtes.
Gefahrenfaktor Hitze: Vorsicht in der Sonne
Ein entscheidender Faktor für die Luftqualität im Cockpit ist die Temperatur. Bei einer normalen Umgebungstemperatur von 23 Grad blieben alle Testkandidaten unter den künftigen Grenzwerten für Formaldehyd, die ab 2027 gesetzlich verpflichtend werden.
Die Situation änderte sich jedoch drastisch, sobald die Fahrzeuge künstlich aufgeheizt wurden – eine Simulation für das Parken in der prallen Mittagssonne. Unter Hitzeeinwirkung stiegen die Emissionen massiv an. Auch hier lieferte der junge VW Golf die höchsten Messwerte der Testreihe.
Einfache Gegenmaßnahme: Lüften hilft sofort
Trotz der messbaren Schadstoffe gibt es eine einfache Lösung für Autofahrer. Die Untersuchung zeigte, dass bereits das Einschalten der Fahrzeuglüftung die Konzentration der Chemikalien im Innenraum deutlich senkt.
Der Experten-Rat für Neuwagenbesitzer: Besonders bei sommerlichen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung sollte das Auto vor Fahrtbeginn gründlich quergelüftet werden (alle Türen und Fenster auf). Während der Fahrt sorgt eine aktive Lüftung oder die Klimaanlage dafür, dass die Schadstoffbelastung auf ein Minimum reduziert wird und der „tückische“ Neuwagenduft schnell verfliegt.
Quelle: ADAC
Und das sind die Themen der 30. Ausgabe:
- Neues aus der Tesla Welt
- Die Revolution der Patentstrategie bei Tesla
- Grünere Energienetze dank Einsatz von KI
- Die Herausgeber: Elektrische von Paris nach Dakar und zurück
- Neues zur elektrischen COMMUNITY 2026
- Strombock: Höhere Benzinpreise, der perfekte Moment für den Umstieg !
- Unser Manifest und Petition für eine zukunftsorientierte Transformation Deutschlands
- Reisebericht: Mit Model X & Grok durch Schottland
- Die Herausgeber: Tesla Fahrer & Freunde e.V.
- Powerwall 3P: Erstmals dreiphasiger Heimspeicher von Tesla
- Besuch im Geothermiekraftwerk
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