S wie Sicherheit

Crashtest Tesla Model X
Foto: Euro NCAP

Durch stetige Verbesserung des Karosserie-Designs sowie der Einführung von Anschnallgurten und Airbags (passive Sicherheit) ist die Sicherheit von Fahrzeugen in den letzten Jahrzehnten sehr stark verbessert worden. Ein Elektroauto auf Basis eines umgebauten Verbrenners hat in jedem Fall die gleichen positiven Eigenschaften (Mercedes EQC, Audi E-Tron, E-Golf, Smart und so weiter).

Noch besser sieht es aus bei Fahrzeugen, die von Grund auf neu als E-Mobil konzipiert wurden (BMW i3, Renault Zoe, VW ID.3, Tesla-Modelle). Die Geometrie der Karosserie wird nicht dominiert vom Vorderraum mit Motor, Getriebe und mechanischem Antriebsstrang. Stattdessen konzipiert man einen langen Radstand, packt den Akku flach in den Unterboden und kann die gesamte Front uneingeschränkt als Knautschzone ausprägen (Skateboard-Bauweise). Das Fahrzeug fährt stabiler und beim Crash landet der Motor nicht auf dem Schoß des Fahrers. Durch die stärkere Verwendung von Software und elektronisch angesteuerten Aktoren für Lenkung, Bremsen und die Drehmomentverteilung ergeben sich neue Möglichkeiten für leistungsfähige Assistenz-Systeme, die dem Fahrzeug zusätzliche Sicherheit beim Fahren geben (aktive Sicherheit).

Tesla Model X Skateboard
Quelle: Tesla

Eine weitere Wahrheit ist: Elektroautos brennen – jedoch deutlich seltener als Verbrenner (Quelle: Martin Winter, Helmholtz-Institut). Während ein Verbrenner durch den Kraftstoff schlagartig und schnell abbrennt, entzünden sich Elektroauto-Akkus durch Defekte am Lademanagement, Kurzschluss oder unter mechanischem Druck. Dabei schwelen die vielen Zellen über einen langen Zeitraum, eine nach der anderen und mit großer Hitze. Deshalb tauchen manche Feuerwehren das Auto zum Löschen vollständig in Wasser. Ebenso sind die Feuerwehren inzwischen darauf vorbereitet, die Hochvolt-Anlagen außer Betrieb zu nehmen, bevor eingeschlossene Personen aus Unfallwagen geborgen werden (Quelle: adac.de).


ABC der E-Mobilität – macht mit!

In einer neuen Rubrik auf T&Emagazin.de werden wir fortan Beiträge aus dem ABC der E-Mobilität von Martin Hund veröffentlichen. Zu jedem Buchstaben des Alphabets gibt es ein Stichwort aus der Elektromobilität. Wer das ABC in gedruckter Form lesen möchte: der erste Teil (Buchstaben A bis O) ist erschienen in der 6. Ausgabe des T&Emagazins, der zweite Teil (Buchstaben P bis Z) in der 7. Ausgabe.

Da wir dieses Konzept so toll finden, soll das E-Mobilitäts-Alphabet danach mit euren Beiträgen weitergehen! Ein umfangreiches Lexikon der E-Mobilität kann so entstehen.

Wenn ihr einen kurzen Beitrag zu einem Buchstaben habt, schickt ihn doch an community@temagazin.de. Natürlich veröffentlichen wir ihn unter euren Namen und, wenn ihr wollt mit Link zu eurer Webseite, Social-Media-Profil, YouTube-Kanal… Überprüft aber bitte in den jeweiligen Ausgaben, ob das Thema schon aufgegriffen wurde.

Grafik: Sabrina Hund
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Veröffentlicht in ABC

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