E-Auto-Test: Der neue Mercedes EQV

Mercedes hat seine V-Klasse überarbeitet und in diesem Zusammenhang auch die rein elektrische Variante den EQV, wo Oliver Bornemann Gelegenheit hatte ihn mal ausgiebig auszuprobieren.

Das Exterieur des EQV zeichnet sich durch eine elegante Frontpartie mit einem großen, geschlossenen Kühlergrill und markanten LED-Scheinwerfern aus, die jetzt auch eine Beam (Matrix) Funktion können und dann für bestes Licht in allen Situationen schaffen sollen.

Im Innenraum bietet der neue EQV jetzt endlich hochwertige Materialien, eine mehrfarbige Ambientebeleuchtung und ein modernes Cockpit mit zwei 12,3-Zoll-Displays, die das MBUX-Infotainmentsystem steuern und man hat sich endlich von den analogen Instrumenten getrennt, die den EQV eher als Nutzfahrzeug wirken ließen und wo man nun den Übergang zum PKW-Bereich fließender gestaltet hat.

Mit Platz für bis zu acht Passagiere plus Gepäck eignet er sich ideal für Familien, Geschäftsreisende oder als luxuriöses Shuttle-Fahrzeug.

Optional sind elektrische Schiebetüren plus luxuriöse Einzelsitze mit Massagefunktion und Klimatisierung erhältlich, die den Fahrkomfort weiter erhöhen und optional mit feinem Nappaleder bezogen werden können.

Der Mercedes EQV ist in zwei Fahrzeuglängen erhältlich, zum einen in „lang“ mit 5,14 Meter Länge und zum anderen in „extra lang“ mit 5,37 Meter Länge.

Daraus resultieren neben den Platzverhältnissen der Passagiere im Innenraum auch die Beladungsvolumina vom Kofferraum mit 1.030 / 1.419 Litern und das Gesamtbeladungsvolumen von 4.630 / 5.010 Litern.

Eine Dachlast wurde uns nicht benannt und eine Anhängelast ist weiterhin beim EQV leider nicht möglich.

Die Nutzlast variiert dabei je nach Ausstattung zwischen 915 und 999 Kilogramm, was uns angesichts von 8 Passagieren plus Gepäck als sehr niedrig erscheint.

Der EQV wird immer von einem 150 kW (204 PS) starken Elektromotor angetrieben, der ein maximales Drehmoment von bis zu 365 Nm liefert.

Der Vorderradantrieb ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h, optional erweiterbar auf 160 km/h.

Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgt in etwa 12 Sekunden.

Bei den Akkuvarianten habt ihr zwei Möglichkeiten zur Auswahl den EQV250 mit einem 400 Volt System, dass 66 kWh brutto und 60 kWh netto nutzbar macht oder den EQV300 mit 100 kWh brutto, wovon 90 kWh netto nutzbar sind.

Beide Varianten können AC dreiphasig mit bis zu 11 kw geladen werden und DC im Peak mit bis zu 110 kw, so dass bei beiden Akkuvarianten Ladezeiten von 10 auf 80 Prozent Akkustand von 40 Minuten in der Praxis zu erwarten sind.

 

Obwohl der Van bei Mercedes-Benz zu den Nutzfahrzeugen gehört ist es den Fahrwerksspezialisten gelungen einen äußerst bequemen Van zu kreieren.

Dazu trägt das gut abgestimmte Stahlfahrwerk bei, was selbst beim hohen Gewicht der elektrischen Variante sehr gut mit der Last zu recht kommt.

 

Lediglich in zügig gefahrenen Kurven schiebt die Masse über die Vorderachse.

Wer noch mehr Spreizung zwischen straff und insbesondere komfortabel wünscht, bekommt die optionale „Airmatic“ Luftfederung, die den EQV auf das Niveau einer Premium Luxuslimousine hebt und sehr empfehlenswert erscheint.

Auch bei den Assistenzsystemen haben sich die Nutzfahrzeuge im Hause Mercedes-Benz nun endlich den PKW`s angeglichen.

So bekommt man jetzt im neuen EQV auch endlich einen aktiven Lenk- und Spurhalteassistenten, der sehr gut mit dem Abstandsregeltempomaten harmoniert und das teilautonome Fahren deutlich verbessert.

 

Unser Proband der Mercedes EQV300 lang fuhr sich ausgesprochen angenehm, lediglich die 150 kW wirkten für die bewegte Masse sehr pomadig, hier hätten wir uns für das Facelift mehr Leistung gewünscht und auch sehr gerne einen optionalen Allradantrieb.

 

Der Mercedes EQV startet aktuell in der Basis ab 59.800,01 Euro oder ab 439,22 Euro monatlich im Leasing laut der Mercedes-Benz Website.

 

Gerne könnt Ihr Eure gewonnenen Eindrücke zum neuen Mercedes-Benz EQV in einem YouTube Video von Oliver Bornemann auf seinem Kanal einfach elektrisch intensivieren, nachfolgend der Link:

 

 



Aus dem Inhalt der 25. Ausgabe:

  • Editorial: Schon wieder einen Tesla
  • Pro & Contra: Das moralische Dilemma mit Elon Musk
  • Future: Lernende Roboter
  • Tesla: Wie viel Wartung muss sein?
  • Tesla: Mehr als Akku-Wechsel
  • Tesla: Das Model Y verfeinern
  • Strombock: 5 wichtige Tipps zu Ladetarifen
  • E-Auto-Tests: Vier neue Modelle
  • News des Quartals – Tesla Welt
  • Energiewende: Wieviel Energie ist nötig?
  • Energiewende: Solarenergie – Revolution
  • Glosse zur Energiewende: Die Klimagaffer
  • Energiewende: Großspeicher kommen auch in Deutschland
  • Energiewende: Flaute? Kein Wind, keine Sonne…
  • Die Herausgeber: Tesla Fahrer und Freunde
  • Die Herausgeber: Tesla Owners Club Helvetia
  • Aquaplaning und E-Mobilität
  • Leser:innenbriefe
  • Fanboy Gabor Reiter zu allen Tesla Modellen

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