Keine Kaufprämie für Verbrenner

Opel Corsa-e. Foto: Youness Schadt

Nach einer endlos scheinenden Debatte über den Sinn und Unsinn von Kaufprämien für Pkw hat die Regierungskoalition in ihren Verhandlungen um geeignete Wirtschaftshilfen gegen die Corona-Krise einen überraschenden Befreiungsschlag hingelegt. Mit der Senkung der Mehrwertsteuer präsentieren die Regierenden einen innovativen Ansatz zur Ankurbelung von Austausch und Konsum, der zusätzlich klare Signale für den Aufbau neuer Wertschöpfungsketten und damit grünes Licht für die Elektromobilität gibt.

Der Bundesverband eMobilität BEM begrüßt das Konjunkturpaket und die Übernahme einer Reihe von Vorschlägen des alternativen Wirtschaftsverbandes, die sich im 15seitigen Entwurf wiederfinden: Demnach gibt es keinerlei Kaufprämie für Verbrenner-Fahrzeuge, sondern die stärkere Förderung für Elektroautos, mehr Geld für Ladeinfrastruktur und ein Nutzfahrzeug-Modernisierungsprogramm. 

Zudem folgte die Koalition dem Vorschlag, die Kfz-Steuer für Pkw stärker an CO2-Emissionen auszurichten, wovon eine spürbare Lenkungswirkung hin zu emissionsärmeren bzw. emissionsfreien Fahrzeugen ausgehen wird. Die Kraftfahrzeugsteuerbefreiung für reine Elektrofahrzeuge wird deutlich verlängert. Für den Austausch der Kfz-Fahrzeugflotte etwa im Handwerk oder bei Sozialen Diensten durch klima- und umweltfreundlichere Elektrofahrzeuge setzt die Koalition eine Innovationsprämie ein, die den Umstieg erleichtern soll. Bei der Besteuerung von reinelektrischen Dienstwagen von 0,25 Prozent soll die Kaufpreisgrenze angehoben werden. Hybrid-Fahrzeuge sollen auf ihre Förderfähigkeit überprüft und einheitliche Standards für Ladesäulen geschaffen werden.

„Elektromobilität ist mehr als nur ein neuer Antrieb, um die neue Technologie dreht sich ein ganzes Ökosystem neuer Aspekte, die überraschend klar sortiert im Konjunkturpaket der Großen Koalition enthalten sind. Jetzt gilt es, die zahlreichen Prozesse koordiniert umzusetzen und mit den notwendigen Energiefragen zu verbinden”, so Kurt Sigl, BEM-Präsident. „Das lenkt den Blick neben dem Ausbau der Ladeinfrastruktur  – öffentlich, privat und Arbeitgeberladen – auf den Ausbau einer dezentralen Energieversorgung, damit die Elektromobilität auf Basis Erneuerbarer Energien funktionieren kann, und zwar von der Produktion bis hin zum Fahrbetrieb”, so Sigl weiter.

Der Bundesverband eMobilität (BEM) ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, Institutionen, Wissenschaftlern und Anwendern aus dem Bereich der Elektromobilität, die sich dafür einsetzen, die Mobilität in Deutschland auf Basis Erneuerbarer Energien auf Elektromobilität umzustellen. Zu den Aufgaben des BEM gehört die aktive Vernetzung von Wirtschaftsakteuren für die Entwicklung nachhaltiger und intermodaler Mobilitätslösungen, die Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Ausbau der eMobilität und die Durchsetzung von mehr Chancengleichheit bei der Umstellung auf emissionsarme Antriebskonzepte. Der Verband wurde 2009 gegründet. Er organisiert 300 Mitgliedsunternehmen, die ein jährliches Umsatzvolumen von über 100 Milliarden Euro verzeichnen und über eine Million Mitarbeiter weltweit beschäftigen.

Quelle: Bundesverband eMobilität


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Aus dem Inhalt:

  • ABC der Elektromobilität
  • Teslas Battery Day
  • Tesla Schalldämmung
  • Bekommen wir einen Blackout?
  • Vom Lambo zum Model 3 Nico Pliquett
  • JAC e-S2 versus Fiat 500e
  • Fahrbericht – eCorsa
  • E-Mobilität – Seed & Greet
  • Fanboy Gabor Reiter: Model Y

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3 Gedanken zu „Keine Kaufprämie für Verbrenner

  1. Sehr schön.
    Leider steht auf Seite 36, Punkt 36: “Die Bundesregierung wird kurzfristig die ‘Nationale Wasserstoffstrategie’ vorlegen […] Finanzbedarf: 7 Mrd. Euro”
    Ich bin gespannt, wo all das Platin für die Brennstoffzellen herkommen soll. Nur das Geld wächst zur Zeit anscheinend auf Bäumen.

    Quelle: https://bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Konjunkturpaket/2020-06-03-eckpunktepapier.pdf?__blob=publicationFile&v=8

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