Revolution verkündet beim Battery Day

Offenkundig hatten sich viele mehr versprochen vom Tesla Battery Day in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Elon Musk, der CEO des Unternehmens, hatte schon im Vorfeld angekündigt, dass hier nichts kurzfristig Eintreffendes verkündet würde. An der Börse ging der Kurs der Tesla-Aktie dadurch bergab. Und tatsächlich präsentierten er und Drew Baglino, der Senior Vice President für Antriebe, überwiegend Zukunftsmusik.

In der Beurteilung von Musk und Tesla galt lange, dass viel angekündigt wird. Doch längst sollte den Betrachtern klar sein, dass das, was angekündigt wird, auch umgesetzt werden kann. Und dass selbst die sogenannte „Elon-Time“, eine verspätete Umsetzung, einer überraschend schnellen Realisierung gewichen ist. Die sogenannte Giga-Factory in Shanghai ist da ein Beispiel, die in Grünheide, nahe Berlin, ein anderes.

Doch tatsächlich der große Paukenschlag – den viele erwartete haben – blieb beim Battery Day aus. Eine Video-Einspielung des Tesla Model S Plaid beeindruckte die Zuschauer des Events schon ein wenig.

Die technische Revolution wurde in einer unfassbar großen Datenmenge quasi versteckt, welche die beiden Herren auf dem Parkplatz in Fremont ablieferten: Es ist nicht nur eine neue Batterie, die hier präsentiert wurde, es ist deren Produktionsplan. Es ist die extreme Skalierung, die sich in einer unglaublichen Masse bei erheblicher Kostenreduktion widerspiegelt.

 

Die Reichweite von Fahrzeugen soll um mehr als 50 Prozent steigen, bei sich mehr als halbierenden Batteriekosten. Das Investment pro Gigawattstunde soll sich nach Darstellung der beiden Unternehmensrepräsentanten um bis zu 70 Prozent verringern. Das ist revolutionär.

Von diesem Umstand sollen jedoch nicht die offensichtlich enttäuschten Aktionäre kurzfristig profitieren, sondern langfristig die Kunden. Am Ende soll ein neuer Tesla für 25.000 Dollar, also um die 21.000 Euro, zu haben sein. Generell gilt ja, dass an der Börse Zukunft abgebildet wird. Die Tesla-Aktie ist da offenbar aktuell mehr ein Spekulations-Objekt als Beleg dieser These. Langfristig sieht das sicherlich anders aus.

Elon Musk hat beim Battery Day keinen plakativen Einzeleffekt präsentiert. Da ist kein Roadster von der Lkw-Pritsche gefahren, sondern er hat dargelegt, dass Tesla mit neuer Fahrzeug- und Batteriearchitektur der Massenhersteller von vollelektrischen Fahrzeugen wird. Mit 3 Terawattstunden Energiegehalt jährlich will das Unternehmen in schon zehn Jahren E-Autos bauen mit anderen „Zutaten“, als heutige Batterien enthalten, mit effektiverem Rohstoff und Kosteneinsatz.

In den nächsten drei Jahren soll die Produktion aus der bereits gestarteten Pilotphase in die Massenproduktion übergegangen sein. Ist das Elon-Time oder vielleicht sogar realistisch?

Christian Brockmann, vom YouTube-Kanal Strom-Garage, wertete zusammen mit David Reich, vom Tesla-Welt-Podcast, den Battery Day in einer ausführlichen Analyse aus. Die beiden ausgewiesenen Experten kommen jedenfalls zum Ergebnis: Tesla hat eine Revolution verkündet.

UPDATE: Hier geht es zur gerade von Tesla veröffentlichten Präsentation zum Battery Day

 

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Veröffentlicht in Tesla

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