Supercharger Hilden bereits vorbereitet

Aktueller Stand zum neuen Tesla Supercharger am Kreuz Hilden: Paletten-Charger und Trafo stehen, die Inbetriebnahme läuft und wird bis Donnerstag, 13.2. abgeschlossen sein. Ab Freitag, 14.2., können Tesla-Fahrer an den SuC laden. Ab diesem Tag sind auch Marktwagen des Bäckers Roland Schüren und Toilettenwagen in Betrieb.

Wie das T&Emagazin letzte Woche am Samstag berichtet hat, entsteht im Gewerbegebiet Kreuz Hilden der größte Supercharger der EU – und noch einiges mehr:

Zukünftig wird dort auch die Café-Bistro-Bäckere “Seed & Greet” zu finden sein. Und der Name ist Programm. An der Straße Nordpark entsteht Zug um Zug in mehreren Bauabschnitten ein ganz besonderer Bau, der die drei klimarelevantesten Sektoren extrem nachhaltig verbindet: Lebensmittelherstellung, Energie-Erzeugung und Mobilität. Sektorenkopplung nennt das der Fachmann. Natürlich handelt es sich bei Energieerzeugung um erneuerbare Energien und bei Mobilität um Elektro-Mobilität. Wenn jetzt noch Lebensmittelherstellung durch backen dazu kommt, ahnt man so langsam, wer wohl dahinter steckt: der Hildener Bäckermeister Roland Schüren.

Fotos: Roland Schüren

Zusammen mit ausgesuchten Investoren baut er ein fünfstöckiges Gebäude auf dem gut 12.000 Quadratmeter großen Gewerbegrundstück. Unter riesigen Photovoltaikanlagen und zwei Klein-Windkraftanlagen entsteht nicht nur eine große Café-Bistro-Bäckerei, sondern ebenso eine Spezialbackstube, Büros und eine Vertical Farm über vier Stockwerke. In dieser können beispielsweise Salate und Beeren wachsen, die direkt vor Ort zu kleinen Gerichten und zu frischen Kuchen weiterverarbeitet werden sollen. Somit handelt es sich hier nicht nur um Lebensmittelherstellung wie dem Backen, sondern zudem um Lebensmittelerzeugung durch Säen, Wachsen und Ernten.

Seed! Und was ist mit Greet? Und mit Mobilität? – Begrüßt werden alle Gäste, egal wie sie anreisen, und eben Elektroautofahrer von Seed & Greet eigenen Normal-Ladesäulen und von zwei sehr leistungsfähigen Schnelllade-Netzwerken, die europaweit ihre Dienste anbieten: Tesla und Fastned. Die Amerikaner und die Niederländer bauen jeweils ihre größten und zurzeit schnellsten Ladestationen in der Europäischen Union unter die Photovoltaikdächer von Seed & Greet. Zusammen mit allen Mietern im Gebäude nutzen Tesla und Fastned so intensiv wie möglich den vor Ort selbsterzeugten Strom direkt, ergänzt mit gespeichertem Strom und mit Ökostrom aus dem Netz. Das ist konkret angewandte Sektorenkopplung, die innerhalb des fünfstöckigen Bäckerei- und Bürogebäudes zum Beispiel mit Wärmerückgewinnung, Regenwasser- und Brauchwasser-Zweitnutzung ergänzt wird.

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2 Gedanken zu „Supercharger Hilden bereits vorbereitet

  1. Feine Sache…Nur bei den wenigen E- Fahrzeugen schon Probleme bei der Ladeinfrastruktur? Ich bin sehr gespannt, was passiert, wenn irgendwann einmal auch eine nennenswerte Menge an E-Autos rumfährt…Entstehen dann überall Ladeparks dieser Größe ?

    1. Ich denke schon, zumindest solange die normalen Tankstellenbetreiber weiter schlafen und keine Lademöglichkeiten anbieten. Das Geld wird dann von den Tankstellenbetreibern zu den Ladeparkbetreibern wandern.

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