Wie hat Tesla das alles gemacht? – Eine kleine Geschichtsstunde – Teil 1 von 3 –

Bei der Herstellung von Fahrzeugen haben Startups zwar den Nachteil, dass sie ohne Ende Kapital aufbauen müssen und damit verbundene Risiken – zuletzt erlebt bei Sono Motors und Lightyear – doch haben sie nicht den Ballast der bisherigen Herstellungsverfahren. Tesla hat das Rad nicht neu erfunden, es aber perfektioniert. Tesla baut keine Autos, sondern Fabriken. Dabei ist das Unternehmen nicht nur erfinderisch, sondern auch erfolgreich. Hohe Fertigungstiefe durch vertikale Integration, S-Kurve beim Hochfahren der Produktion und beim Absatz, Marktanteile und Margen, von denen andere nur träumen können.

Beim Aufbau der Produktpalette hat das US-Unternehmen alles richtig gemacht. Hochpreisig gestartet folgten preiswertere Modelle. Andere machen das nach, aber viele Jahre später und mit teils vollkommen falschen Ansätzen am Markt vorbei.

Wie alles begann

Mit dem Tesla Roadster startete 2008 eine Geschichte, die in rasantem Tempo die Mobilität auf diesem Planeten verändern sollte. Zwar gab es schon vor Tesla elektrisch angetriebene Fahrzeuge, doch diese waren weniger sexy. Seinerzeit wurde mit dem zweisitzigen Sportwagen ein Kleinserienprodukt geliefert, für eine finanziell potente Nische, nicht für den Massenmarkt. Bis 2008 wurden insgesamt nur 2.450 Roadster gefertigt und gewinnbringend verkauft.

Mit dem Fahrzeug wurde erstmals der Beweis angetreten, dass mit einfachen Akkuzellen ein schnittiger Wagen in nur 3,7 Sekunden auf 100 km/h zu beschleunigen ist. Diese plakativen Leistungsdaten sind beeindruckend. Noch wichtiger ist jedoch die vorgelegte Reichweite. Durch den gegenüber Verbrennungsmotoren höheren Wirkungsgrad der verwendeten Elektromotoren kam ein Roadster – je nach Fahrweise zwischen 200 und 500 Kilometer, nach einem Hardwareupgrade sogar 643 Kilometer weit. Die Karosserie lieferte damals der britische Sportwagenhersteller Lotus. Nur das Innenleben kam vom frischen Startup, dem 2003 gegründeten US-Unternehmen Tesla.

 

Das Model S

Doch der eigentliche Gamechanger der Elektromobilität war die Limousine Model S. Erneut ein Sportwagen. Doch diesmal weit, weit geräumiger als das enge Erstlingswerk und dadurch nicht nur ein Fahrzeug für den Wochenendausflug. 2012 begann die Model S-Serienproduktion. Mit einer Reichweite von wieder je nach Fahrweise zwischen 200 und über 600 Kilometern, gepaart mit dem stetig wachsenden eigenen Schnellladenetz, den Tesla Superchargern, ist das Model S absolut alltagstauglich. Einziger Haken war weiterhin der Preis des Fahrzeugs, angesiedelt in der oberen Mittelklasse.

Model 3 und Model Y

Also musste eine „Zwischenlösung“ her: Das Tesla Model 3. Seit 2017 erobert der Sedan die Welt. Es wurde mit der großen Schwester, dem seit 2020 auf dem Markt gebrachten Crossover Model Y, an allen anderen Herstellern vorbeiziehend zum vollelektrischen Bestseller. Das Model Y war 2022 das weltweit meistverkaufte Elektroauto und im ersten Quartal 2023 sogar das weltweit meistverkaufte Auto aller Klassen. Es stellt erstmals auch die Verbrenner in den Schatten. Tesla ist nicht mehr nur technischer, sondern auch wirtschaftlicher Marktführer.

Warum eine Zwischenlösung? Wegen dem Preis.

Der günstige Tesla

Denn der Preis ist trotz staatlicher Förderungen zwar deutlich unter dem des Model S, doch noch immer weit über dem fürs kleine Portemonnaie Zumutbarem. Schon länger ist daher von einem 25.000 Dollar-Tesla die Rede: einem Kleinwagen. Das Einstiegsmodell soll, wie CEO Elon Musk nun Anfang November verkündete, im europäischen Werk in Grünheide bei Berlin vom Band laufen.

Das Model X

Im Reigen der Tesla Fahrzeuge fährt darüber hinaus das Model X. Der SUV mit den Flügeltüren wird seit 2015 ausgeliefert. Mehr Spielerei als praktisch. Dennoch erweiterte das Model X das Portfolio und trug zum Erfolg der Marke bei. Denn es gibt nun mal die Fahrzeugklasse der SUVs und das X ist deren unangefochtener Primus.

In der kommenden Woche veröffentlichen wir an dieser Stelle den 2. Teil dieses Beitrags.

Es geht um

  • S 3 X Y   C A R S
  • Den Semi Truck
  • Das Tesla-Supercharger-Netz
  • Software & Hardware
  • Den Bot Optimus
  • Den Super-Computer Dojo

In der Woche darauf behandeln wir

  • Die Tochtergesellschaft Tesla Energie
  • Solar Roof
  • Die Powerwall
  • Die Megapacks
  • Den Finanzstatus
  • Zukunftsaussicht

 

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Inhalt der 20. Ausgabe des T&Emagazin:

  • Editorial – Wo waren die Deutschen?
  • Tesla Welt – David Reich: News des Quartals
  • Die Herausgeber – Tesla Fahrer und Freunde (TFF) e.V.
  • Die Herausgeber – Tesla Owners TOCH
  • Event – 2befair elektrische COMMUNITY
  • Strombock – Absturz der THG-Prämie
  • Gesellschaft – Ist eine Solaranlage das neue Auto?
  • Zeitgeist – Nachhaltig absurd
  • Elektromobilität – 5 Gründe, warum es Volkswagen schlecht geht
  • Elektromobilität – Profis nutzen Checklisten
  • Testberichte von Car Maniac
  • Gesellschaft – Rein in den Kreis
  • Reisebericht – E-Mobil nach Portugal
  • Reisebericht – E-Hypermeilen: Heiss & Kalt
  • Energiewende – Wo stehen wir?
  • Fanboy – Gabor Reiter: Deutschlands Zukunft ohne Autoindustrie
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2 Gedanken zu „Wie hat Tesla das alles gemacht? – Eine kleine Geschichtsstunde – Teil 1 von 3 –

  1. Ein schöner Überblick über die Geschichte von Tesla!

    In diesem Zusammenhang: Wer sich für die Anfänge von Tesla interessiert, dem sei das Video “Elon Musk Explains Tesla Motors Electric Vehicle History” wärmstens empfohlen (einfach auf Youtube nach dem Titel suchen), eine Aufzeichnung einer Präsentation von EM und Jeffrey B. Straubel (und anderen) kurze Zeit nach der Präsentation des M3 (das Video wurde 2016 auf YT hochgeladen). Sehr aufschlussreich und streckenweise auch richtig witzig!

    Einige Kostproben:
    “We say the things we believe even when sometimes the things that we believe are delusional. … The long and somewhat sort of soap opera like history of Tesla … In 2004 the idea of starting a car company was considered extremely stupid and the idea to start an *electric* car company was stupidity squared!”

    EM berichtet (m.E. recht ehrlich und selbstkritisch) u.a. von den Problemen, die bei der Entwicklung des Roadster auftraten und wie es zur Partnerschaft mit Daimler kam (die Tesla 2009 vor dem finanziellen Aus gerettet hat).

  2. Model X Türen sind „Spielerei“ aber auch unendlich praktisch, z. B. Kinder festschnallen ohne Verrenkungen, verladen sperriger Güter (5- u. 7-Sitzer), durch die Kopffreiheit wirklich angenehm.

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