Zusätzliche Fahrzeugdämmung

Insbesondere das Vor-Facelift-Modell S von Tesla hat in puncto Schall- und Temperaturschutz noch Luft nach oben. Aber selbst bei neueren Fahrzeugen lohnt es sich, den auf sparsamen Materialeinsatz ausgelegten Auslieferungszustand mit Dämmmaterial hinter sich zu lassen. Sabrina Dremel hat Michael Kluge von e-mobility-driving-solutions in Weimar über die Schultern geschaut, als dieser das Fahrzeug von T&Emagazin Verleger Timo Schadt gedämmt hat.

Die Demontage des Innenraums ist natürlich kein einfacher Prozess und kann handwerklich weniger versierte Menschen überfordern. Das Risiko, dass Halterungen abbrechen, ist dank Kenntnis des Innenlebens, handwerklichem Geschick und Fachwerkzeug zu minimieren.

Knarzende und quietschende Geräusche fallen in einem Elektroauto natürlich mehr auf als in einem nicht elektrischen Fahrzeug mit einem alles übertönenden Verbrennungsmotor. Reifenabrollgeräusche sowie der allgemeine Straßen- und Verkehrslärm spielen im Klangeindruck des Fahrzeuginnenraums eine erheblich größere Rolle.
Timo Schadt hat sein Model S 85 von 2013 bei Michael Kluge zu diesem Zwecke vorgestellt.
In der folgenden Fotostrecke ist dokumentiert, was Michael Kluge dem Fahrzeug an Dämmung hat zuteil werden lassen – mit spürbarem Erfolg. Die Akustik hat sich gegenüber der ungedämmten Hinfahrt auf dem Rückweg deutlich verbessert. Bei der Gelegenheit wurden auch die Lampen im Frunk und Kofferraum sowie „im Vorbeigehen“ auch in den hinteren Türen des Model S auf eine entsprechende Welcome-LED-Beleuchtung umgestellt. Alle Kabelbäume lagen bereits ungenutzt seit dem Kauf des Model S in den Türen, nur die notwendigen Lampen fehlten bislang. Auch an diesen Stellen waren signifikante Verbesserungen für das Fahrzeug zu erzielen.

Fotos: Timo Schadt
Die Radkästen werden zum Fahrgastraum hin ausgekleidet.
Michael Kluge zeigt wie es geht: Alles wird vorsichtig abgenommen.
Die Türverkleidung ist mit Kunststoffclips befestigt.
„Im Vorbeigehen“ bekommt der Tesla nun auch an den Hintertüren Licht.
Hohlräume müssen nicht einmal vollständig ausgefüllt werden, wenn das richtige Dämmmaterial zum Einsatz kommt und lückenlos eingeklebt wird.
Fotos: Timo Schadt
Da das Metall, aus dem die Karosserie gefertigt ist, ein guter Schallleiter ist, müssen die zu dämmenden Bereiche flächendeckend beklebt werden.
Gedämmt wurden die vorderen Radkästen, die Türen und die Heckklappe.
Viele versuchen mit Verstärkern und Subwoofern den Soundklang zu verbessern. Ein Effekt kann sein, dass dadurch Türen klappern, das Auto insgesamt beginnt zu summen, während alle Teile des Innenraums im gleichen Rhythmus mit Tieffrequenzen klingeln, wenn man die Lautstärke erhöht. Zudem fehlt es manchen überhaupt an Lautstärke. Hierbei ist mittels Schalldämmung eine deutlich bessere Wirkung zu erzielen.
Die Befestigungsclips können im Idealfall wiederverwendet werden. Beim Einbau der Heckklappenverkleidung sind aber mehr als zwei Hände erforderlich.

Überwiegend zielten die verrichteten Arbeiten darauf ab, lockere Innenverkabelungen nicht länger an der Verkleidung klappern zu lassen, zu unterfüttern beziehungsweise zu fixieren. Zudem wurde die Akustik unweigerlich dumpfer und gegenüber der Außenwelt abgekapselt. Nicht unwesentlicher Nebeneffekt ist eine verbesserte Abschirmung der Innentemperatur, die laut Michael Kluge zu niedrigerem Heizaufwand im Winter und geringerem Einsatz der Klimanlage im Sommer führen soll.

 

Kontakt: www.e-mobility-driving-solutions.com

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Der Beitrag ist erschienen im T&Emagazin, Ausgabe 6. Interessierte, die das Heft bequem zuhause im Briefkasten haben wollen, können es gegen Übernahme der Versand- und Portokosten über den T&Eshop anfordern. Wer zum Weiterverteilen 5, 10 oder auch 20 Hefte haben möchte, kann bequem entsprechende Pakete ordern. Zudem besteht die Möglichkeit, das T&Emagazin in Wunschmenge dauerhaft zu abonnieren.

Weitere Themen der Ausgabe 6 des T&Emagazins sind:

ABC der Elektromobilität von Martin Hund

Tesla – Tesla Model 3 Treffen am 17.5.2020 in Hilden?

Tesla Battery Day von Christian Brockmann
E-Mobilität – Bekommen wir einen Blackout, wenn alle Elektroauto fahren von Antonino Zeidler
Tesla – Tesla Schalldämmung von Sabrina Dremel
Tesla Welt – News des Quartals von David Reich
Die Herausgeber – Tesla Fahrer und Freunde e.V.
Tesla – Fahrsicherheitstraining von Lars Hendrichs
Die Herausgeber – E-Auto-Rennsport im TOCH
Tesla – Nikolas (8 Jahre) im Tesla von Martin Haudenschild
Tesla – Model 3: Analyse Exterior Design von Christoph Reichelt
E-Mobilität – Wie man für die Ladung zahlt von Andreas Neumann
Early Adopter – Pionier Louis Palmer
E-Mobilität – Vom Lambo zum Model 3 Nico Pliquett
E-Mobilität – Vom Ioniq zum Model 3 Electric Dave
Tesla – Church of Tesla Alexander Nassian
Tesla – Fahrevent in Schweden von Bernd Donner
Fahrbericht – JAC e-S2 versus Fiat 500e von Dana Blagojevic
Fahrbericht – eCorsa von Youness Schadt
E-Mobilität – Seed & Greet
E-Mobilität – Erst Tesla und jetzt Corona von Thorsten Ludwig
Erneuerbare Energien – § 14a-Stromtarif von Ulrich Setzermann
Fanboy – Tesla Model Y von Gabor Reiter

Das T&Emagazin, Ausgabe 6 kann – wie auch ältere Ausgaben – hier bestellt werden.

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Wer sich mit Hilfe des Empfehlungscodes ts.la/timo236 einen neuen Tesla kauft, erhält kostenloses Supercharging für 1.500 km. In diesem Zuge kann man Geld und CO₂ sparen und den T&Emagazin-Verleger Timo Schadt unterstützen, denn auch er bekommt dann kostenloses Supercharging für 1.500 km und nimmt zusätzlich an einer Verlosung bei Tesla teil.

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Veröffentlicht in Tesla

2 Gedanken zu „Zusätzliche Fahrzeugdämmung

  1. Hallo,
    erstmal danke für euren Einsatz zum Thema E-Mobilität und TESLA im speziellen.
    Martin, dein Tutorial und die scanmytesla app sind regelmäßige Begleiter auf meinen Fahrten und das TE-Magazin von Timo sowieso.
    Gut erklärt das Dämmen und auch DIY sicher möglich, leider muss ich mindestens einmal im Jahr an die Türgriffe, um das kleine Metallteil zu tauschen, das regelmäßig bricht ;-|. Da lohnt sich die Dämmung dann leider nicht mehr 😉
    Danke euch, macht weiter so!

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