
Der Bundesverband Neue Mobilität e. V. (BNM) warnt davor, den Hochlauf der Elektromobilität durch unzureichende Rahmenbedingungen im Gebäudebestand auszubremsen. Insbesondere in Mehrfamilienhäusern bleibt der Zugang zu privater Ladeinfrastruktur für einen Großteil der Bevölkerung strukturell eingeschränkt. Ohne verbindliche nationale Vorgaben und wirksame Förderinstrumente droht eine dauerhafte soziale Schieflage bei der Nutzung von Elektrofahrzeugen.
Aktuelle Analysen zeigen, dass der überwiegende Teil der Ladevorgänge zu Hause oder am Wohnort stattfindet. Gleichzeitig lebt mehr als die Hälfte der Haushalte in Deutschland in Mehrfamilienhäusern. „Wer Elektromobilität ernsthaft in die Breite bringen will, muss dort ansetzen, wo Menschen tatsächlich wohnen”, erklärt der BNM. Der bisherige Fokus auf Neubauten und Einfamilienhäuser greift zu kurz und lässt den Bestand weitgehend unberücksichtigt.
Nach Einschätzung des Verbandes ist die derzeit diskutierte nationale Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) nicht ausreichend, um die bestehenden Defizite zu beheben. Ohne weitergehende nationale Anforderungen und flankierende Fördermaßnahmen bleiben Millionen Stellplätze technisch unvorbereitet. Damit wird Elektromobilität faktisch auf bestimmte Einkommens- und Eigentümergruppen begrenzt.
Der BNM spricht sich daher für einen klaren ordnungspolitischen Rahmen aus, der Ladeinfrastruktur im Bestand systematisch voranbringt. Zinsvergünstigte Kredite in Kombination mit Tilgungszuschüssen bewertet der Verband als besonders wirksam, da sie Investitionen auslösen, ohne hohe dauerhafte Haushaltsbelastungen zu verursachen. Entscheidend ist aus Sicht des BNM eine zielgenaue Ausgestaltung, die Wohnungseigentümergemeinschaften und den Mietwohnungsbau explizit einbezieht.
Darüber hinaus betont der Verband die energiewirtschaftliche Dimension: Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern kann einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität und zur Integration erneuerbarer Energien leisten, wenn sie von Beginn an systemdienlich geplant wird. Elektromobilität, Gebäude und Stromsystem müssen gemeinsam gedacht werden, stellt der BNM fest.
Abschließend fordert der Bundesverband Nachhaltige Mobilität die Bundesregierung auf, Ladeinfrastruktur im Gebäudebestand als strategisches Infrastrukturthema zu behandeln. „Ohne einen entschlossenen politischen Rahmen wird die Elektromobilität ihr Potenzial weder klimapolitisch noch sozial entfalten”, erklärt der Fachvorstand Mazlum Yaylaci. Weiterhin sagt er: „Jetzt ist der Zeitpunkt, die strukturellen Hürden im Bestand konsequent abzubauen.”
QUELLE: PRESSEMITTEILUNG BNM
Und das sind die Themen der 29. Ausgabe:
- Neues aus der Tesla Welt
- Ende der unrühmlichen FSD-Geschichte: Hoffnung auch für ältere Teslas
- Der unboxed Process bei Tesla: Fahrzeug Produktion neu gedacht
- Nachhaltig unterwegs: Mit Tesla Model und BlaBlaCar gegen gängige Mythen
- Die Herausgeber: Tesla Fahrer und Freunde E.V.
- Die Herausgeber: Swiss Tesla Days: Das Schweizer Highlight für die Tesla-Community
- Elektrische Community 2026
- Strombock: Elektroauto-Förderung 2026: Wie nutzt du die Förderung für dich?
- Der Pommes-Män im Gespräch: Jenseits der Fritöse
- Der Berg im Nebel: Zur Strategie der Automobilindustrie
- Mobilität: Warum autonomes Fahren alles verändert
- Außerirdische Intelligenz: KI im Weltall
- Nachhaltigkeit: Die Quadratur des Dreiecks
- Osmose-Kraftwerk: Salzkraft
- Klimaschutz: Eskalation im Klimawandel
- Fanboy: Grok im Tesla




