Text von Heiko Behrendt
Bilder/Grafiken von T&Emagazin & Nano Banana

Im Comic ‚Calvin und Hobbes’ lästerte Calvin angesichts eines abgehackten Waldes, auf den er mit Hobbes stieß: „Das sicherste Zeichen für intelligentes Leben außerhalb der Erde ist, dass es sich nie mit uns in Verbindung gesetzt hat.“ Doch wird es möglichweise bald Intelligenz außerhalb der Erde geben, wenn man Eric Schmidt von Google, Jeff Bezos von Amazon oder Elon Musk Glauben schenkt: Künstliche Intelligenz, bei der Menschen dafür sorgen, dass sie mit uns in Verbindung steht.
Die Idee dahinter ist: es braucht dort quasi keine Kühlungskosten, denn das Weltall ist superkalt, und es steht dort von keiner Atmosphäre gedämpfte Sonnenenergie rund um die Uhr zur Verfügung.
Allerdings gibt es zwei Voraussetzungen, erstens eine KI, die dafür ins Weltall geschossen werden muss, und zweitens eine Stromquelle bzw. eine riesige Solaranlage, die ebenfalls dort hochmüssen. Und es gibt mindestens drei Probleme: die Kosten sind extrem hoch (die Rede ist von hunderten Milliarden), die Computer müssen gegen Weltraumstrahlung abgeschirmt werden und eine Hardware-Wartung ist nicht möglich.

Angefangen hat alles mit Eric Schmidt, welcher aufgrund seines Interesses an Rechenzentren im All im Mai das Unternehmen Relativity Space übernahm. Dann folgte Jeff Bezos, der prognostizierte, dass Datenzentren im Gigawattbereich in den nächsten 10-20 Jahren im All installiert werden würden. Kürzlich reagierte Elon Musk, der sagte, dass seine Starlink V3-Satelliten für diesen Zweck genutzt werden könnten, indem diese hochskaliert werden – SpaceX soll dies tun, denn die Starlink-Architektur könne für diese Zwecke genutzt werden Das führt dazu, dass die Industrie das Thema nicht mehr ignorieren kann. Immerhin konnte Starlink bereits einige Zweifler eines besseren belehren.
Der Datentransfer von Satelliten zur Erde ist technisch nichts Neues. Schon heute speichern Bildsatelliten große Mengen von Daten im Weltraum. Und Computer an Bord eines Satelliten verfügen längst über hohe Datenverarbeitungskapazitäten. So existieren bereits einige Satelliten, die enorme Datenmengen transferieren können; in einem Maßstab, der für KI nötig wäre, ist dies allerdings noch eine offene Frage.
Es wäre ein neuer Wettlauf, diesmal zwischen Himmel und Erde, denn auch die Datenzentren auf der Erde holen auf. Die Chips werden immer energieeffizienter, die Kühlung gelingt immer besser, und die Bereitstellung von Energie wird ebenfalls laufend hochskaliert. Somit ist es offen, ob die Installierung außerirdischer KI wirklich intelligent ist, auch wenn sie mit uns Menschen in Verbindung stünde. Was die echten Außerirdischen davon hielten, werden wir nie erfahren, denn sie könnten noch viel intelligenter sein als Eric Schmidt, Jeff Bezos und Elon Musk zusammen.
Quelle: Der Beitrag stammt aus der Ausgabe 29 des T&Emagazins

Und das sind die Themen der 29. Ausgabe:
- Neues aus der Tesla Welt
- Ende der unrühmlichen FSD-Geschichte: Hoffnung auch für ältere Teslas
- Der unboxed Process bei Tesla: Fahrzeug Produktion neu gedacht
- Nachhaltig unterwegs: Mit Tesla Model und BlaBlaCar gegen gängige Mythen
- Die Herausgeber: Tesla Fahrer und Freunde E.V.
- Die Herausgeber: Swiss Tesla Days: Das Schweizer Highlight für die Tesla-Community
- Elektrische Community 2026
- Strombock: Elektroauto-Förderung 2026: Wie nutzt du die Förderung für dich?
- Der Pommes-Män im Gespräch: Jenseits der Fritöse
- Der Berg im Nebel: Zur Strategie der Automobilindustrie
- Mobilität: Warum autonomes Fahren alles verändert
- Außerirdische Intelligenz: KI im Weltall
- Nachhaltigkeit: Die Quadratur des Dreiecks
- Osmose-Kraftwerk: Salzkraft
- Klimaschutz: Eskalation im Klimawandel
- Fanboy: Grok im Tesla




