Leapmotor B10 im ersten Check: Viel Platz, scharfe Displays und kleine Alltagsschwächen

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Eine überraschend bequeme Rückbank, ein gut nutzbarer Kofferraum und überzeugende Displays: Der Leapmotor B10 sammelt beim Rundgang von @hallohagen einige Pluspunkte. Gleichzeitig zeigen sich Schwächen bei Türgriffen, Ergonomie und einzelnen Komfortdetails. Besonders aufschlussreich ist der Einstieg des Testers: Sein zunächst ausgesprochen negativer Eindruck änderte sich nach einer Beschäftigung mit den Fahrzeugeinstellungen deutlich.

Der erste Kontakt mit einem neuen Auto entscheidet oft darüber, ob es überhaupt für einen Kauf infrage kommt. Beim Leapmotor B10 hätte dieser Moment für YouTuber Hagen zunächst kaum ungünstiger ausfallen können. Das als Pressefahrzeug bereitgestellte Elektro-SUV wurde ihm ins Büro geliefert. Nach der ersten Heimfahrt war seine Einschätzung ernüchternd.

Am nächsten Tag beschäftigte er sich mit der Bedienungsanleitung und veränderte einige Einstellungen. Danach erlebte er den B10 nach eigener Aussage als deutlich angenehmeres Auto. Welche Änderungen dafür verantwortlich waren, erläutert dieser Rundgang noch nicht. Dafür verweist er auf weitere Videos seiner Testreihe.

Im Mittelpunkt der vorliegenden Folge stehen deshalb das Platzangebot, die Bedienung und praktische Details. Gemessene Verbräuche, Ladezeiten oder eine ausführliche Bewertung des Fahrwerks liefert sie nicht.

Kompaktes SUV mit überraschend großzügigem Raumgefühl

Mit rund 4,52 Metern Länge gehört der B10 zu den kompakten Familien-SUVs. Die breite Haube vermittelt vom Fahrersitz aus allerdings den Eindruck eines größeren Fahrzeugs. Hagen gefällt der insgesamt eher sachliche Auftritt.

Am vorgestellten Pressewagen stehen bereits rund 15.000 Kilometer auf dem Tacho. Die gezeigten Räder wirken dabei noch ordentlich. Positiv bewertet der Tester die Reifenflanken, die etwas über die Felgen hinausreichen. Hinzu kommen Kameraansichten, die beim Rangieren den Bereich der Räder zeigen können.

Cockpit: Gute Displays, nicht jede Ablage überzeugt

Der Innenraum wirkt aufgeräumt. Besonders deutlich lobt Hagen die Bildschirme: Die Darstellung sei scharf und die Spiegelungen seien gegenüber dem von ihm früher betrachteten Leapmotor T03 erheblich geringer.

Das kleine Instrumentendisplay sitzt an der Lenksäule und bewegt sich bei deren Verstellung mit. Die Form des Lenkrads ist für den Tester dagegen gewöhnungsbedürftig. Entscheidender ist seine Kritik am Verstellbereich: Trotz maximal ausgezogener Lenksäule hätte er das Lenkrad gerne noch etwas näher am Körper.

Das ist zunächst eine persönliche Ergonomiefrage. Für Interessenten lohnt sich deshalb eine sorgfältige Sitzprobe, bei der Sitzposition und Lenkradabstand gemeinsam eingestellt werden.

An Ablagen mangelt es grundsätzlich nicht. Es gibt Türfächer, Becherhalter und Stauraum in der Mittelkonsole. Hagen vermisst allerdings eine gut nutzbare kleine Ablage etwa für eine Parkkarte.

Positiv fallen die vier separaten Fensterhebertasten in der Fahrertür auf. Die Bedienung kommt hier ohne Umschaltung zwischen vorderen und hinteren Fenstern aus.

Rückbank: Der überzeugendste Platz im B10

Die größte Überraschung erlebt Hagen im Fond. Der Vordersitz ist weiterhin auf seine eigene Sitzposition eingestellt. Dahinter findet er reichlich Beinfreiheit, kann die Füße weit nach vorne schieben und empfindet die äußeren Rücksitze als ausgesprochen bequem.

Auch die Kopffreiheit gefällt ihm. Das Panoramaglasdach sorgt für ein helles Raumgefühl und besitzt ein elektrisches Sonnenrollo, das sich teilweise schließen lässt. So kann der hintere Bereich stärker verschattet werden, während vorne noch Licht einfällt. Öffnen lässt sich das Glasdach selbst nicht.

Für Mitreisende gibt es Luftausströmer, USB-A- und USB-C-Anschlüsse sowie kleinere Ablagemöglichkeiten. In der heruntergeklappten Mittelarmlehne stehen zwei Getränkehalter zur Verfügung.

Der mittlere Sitzplatz fällt deutlich ab. Hagen beschreibt ihn als härter und weniger bequem. Für kurze Strecken hält er ihn für brauchbar; für längere Reisen hinterlassen die beiden äußeren Plätze den überzeugenderen Eindruck.

Kofferraum: Praktischer als eine einzelne Literangabe

Beim Gepäckraum konzentriert sich der Rundgang auf die Nutzbarkeit. Unter dem Ladeboden befinden sich weitere Fächer, in denen beim Pressewagen unter anderem Ladezubehör, Verbandskasten und Reifenpannenausstattung liegen.

Die Rücksitzlehnen lassen sich umklappen, ohne dass Hagen dafür die Kopfstützen absenken muss. Anschließend entsteht eine weitgehend ebene Ladefläche. Auch die herausgenommene Gepäckraumabdeckung bekommt er im unteren Bereich untergebracht.

Für sperrige Einkäufe und kleinere Möbeltransporte wirkt der Raum im Video gut geeignet.

Weniger komfortabel ist der Zugang bei vollen Händen. Eine Öffnung per Fußbewegung steht ihm am vorgestellten Wagen nicht zur Verfügung. Möglich sind die Bedienung über das Display, die App und einen kleinen Taster am Heck. Letzteren findet er im Dunkeln nicht immer auf Anhieb.

Frunk: Praktisches Kabelfach mit einfacher Ausführung

Unter der Fronthaube gibt es zusätzlichen Stauraum. Für den B10 nennt der Hersteller einen 25 Liter großen Frunk. Im Video passt dort auch eine mobile Ladeeinheit mit Zubehör hinein.

Die Haube wird mit einer Stützstange offengehalten. Beim Blick auf die Ausführung des Fachs äußert Hagen außerdem Zweifel, wie gut empfindliches Gepäck gegen Feuchtigkeit und Schmutz geschützt wäre. Er würde dort deshalb eher Ladezubehör als ungeschützte persönliche Dinge unterbringen.

Einen tatsächlichen Wassereintritt dokumentiert er nicht. Seine Einschätzung bezieht sich auf die sichtbare Konstruktion.

Die Türgriffe sind ein echter Kritikpunkt

Die versenkten Außentürgriffe gehören für Hagen zu den weniger gelungenen Details. Sie müssen zunächst eingedrückt werden, bevor sich die Tür öffnen lässt. Gerade für Kinder hält er das für umständlich.

Zusammen mit dem schwer auffindbaren Heckklappentaster zeigt sich hier eine Schwäche, die auf einem Datenblatt leicht untergeht: Nicht jede gestalterisch aufgeräumte Lösung ist auch sofort verständlich.

Für eine Familienprobefahrt lohnt sich deshalb, auch die Personen einsteigen zu lassen, die später regelmäßig mitfahren. Türöffnung, Rückbank und Gepäckraum sind ebenso relevant wie der Eindruck am Lenkrad.

Technische Einordnung: Auf die B10-Version achten

Hagens Begleitseite führt die batterieelektrischen Varianten Pro mit 56,2-kWh-Akku und ProMax mit 67,1 kWh auf. Die zugehörigen Herstellerreichweiten liegen bei bis zu 361 beziehungsweise 434 Kilometern nach WLTP. Welche Batterie im gezeigten Pressewagen steckt, geht aus dem Transkript nicht eindeutig hervor.

Für heutige Neuwageninteressenten ist zusätzlich die inzwischen veröffentlichte deutsche Preisliste vom 12. Oktober 2026 relevant. Sie beschreibt den B10 ProMax EU mit 68,7-kWh-LFP-Batterie und Endmontage im spanischen Stellantis-Werk Saragossa.

Die folgende Übersicht dient der Einordnung dieser aktuellen EU-Version. Ihre Werte sind keine Messwerte des im Video gezeigten Fahrzeugs.

MerkmalB10 ProMax EU laut aktueller deutscher Preisliste
Leistung160 kW / 218 PS
AntriebHinterradantrieb
Batterie68,7 kWh, LFP
WLTP-Reichweite, kombiniertBis zu 450 km
AC-LadeleistungBis zu 11 kW
DC-LadeleistungBis zu 168 kW
DC-Ladezeit 10–80 ProzentCa. 24 Minuten
Länge / Radstand4,515 m / 2,735 m
Frunk25 Liter
Listenpreis EU-LifeAb 32.900 Euro
Listenpreis EU-DesignAb 34.900 Euro

Herstellerangaben, Stand 12. Oktober 2026. Preise inklusive Mehrwertsteuer und zuzüglich Überführungskosten. Reichweite und Ladezeit hängen von den jeweiligen Bedingungen ab.

Beim Vergleich eines Lagerwagens mit einem neu bestellten Fahrzeug sollten deshalb die konkrete Batterie, Ausstattung und Modellversion berücksichtigt werden. Die Bezeichnung B10 allein beschreibt noch nicht jedes technische Detail.

Fazit: Der B10 verdient mehr als eine flüchtige Probefahrt

Der Leapmotor B10 punktet in Hagens Rundgang vor allem mit seinem Raumangebot. Die bequemen äußeren Rücksitze, die gut nutzbare Ladefläche, der zusätzliche Frunk und die klaren Displays ergeben einen überzeugenden ersten Eindruck für den Familienalltag.

Weniger gelungen erscheinen die Türgriffe, einzelne Ablagen, der eingeschränkte Lenkrad-Verstellbereich aus Sicht des Testers und die Heckklappenbedienung bei Dunkelheit. Der Mittelsitz bleibt zudem ein Kompromiss.

Besonders interessant ist Hagens veränderte Einschätzung nach dem ersten Abend. Sie spricht dafür, sich bei diesem Auto Zeit für die Bedienung und eine ordentlich vorbereitete Probefahrt zu nehmen. Ein abschließendes Urteil zur Langstreckentauglichkeit lässt sich aus dem Rundgang noch nicht ableiten. Dafür fehlen Verbrauchsmessungen, Ladeversuche und die ausführlichen Fahreindrücke.

Grundlage dieses Artikels ist der Leapmotor-B10-Rundgang von @hallohagen. Technische Angaben wurden anhand seiner Begleitseite und offizieller Leapmotor-Unterlagen eingeordnet.

Hier könnt Ihr euch das vollständige Video von @hallohagen auf Youtube anschauen, abonniert gerne Seinen Kanal und lasst einen Like da !


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Aus dem Inhalt:

  • COMMUNITY – Auf dem Laufenden bleiben
  • TESLA – Neues aus der Tesla Welt
  • TESLA – Eins von 250 Fahrzeugen
  • TESLA – Die Model-S-Varianten in der chronologischen Übersicht
  • TESLA – Vom E-Auto zum nachhaltigen Wohlstand
  • Herausgeber – TFF – Aktuelle Veranstaltungen
  • Herausgeber – TOS – Reisebericht Alpenpässe
  • elektrische COMMUNITY – Das Programm
  • ENERGIE – Zu viel Wind- & Sonnenstrom – aber nicht mehr lange
  • STROMBOCK – Warum brauchen E-Autos trotzdem ein Kühlsystem
  • GESELLSCHAFT – Das bessere Leben in der Zukunft
  • E-MOBILITÄT – Prof. Fichtner zeigt Vorteile der Batterietechnik auf
  • KLIMASCHUTZ – Der Kampf mit der Hitze
  • WIRTSCHAFT – Warum ein Weg zurück meistens ein Holzweg ist
  • WIRTSCHAFT – Zwei Fabriken, zwei Welten
  • FANBOY – Verwaltet, geprüft, abgehängt

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