Mario Herger: Erste Robotaxis in Europa 2023

Foto: Waymo

55 Unternehmen in Kalifornien dürfen autonome Autos auf öffentlichen Straßen testen mit aktuell 800 Fahrzeugen. In den gesamten USA gibt es 1400 solcher Experimentalfahrzeuge. 8 Unternehmen in Kalifornien haben bereits absolut fahrerlose Lizenzen, davon 4 chinesische Unternehmen. Und GM Cruise und Waymo haben bereits Lizenzen für kommerzielle Fahrten mit selbstfahrenden Autos.

Im Jahr 2025 könnten Robotaxis in 25 bis 50 Städten/Regionen in den USA fahren, und zwischen 2023 und 2025 in der ersten Stadt in Europa. Diese Einschätzung lieferte Dr. Mario Herger bei seinem Vortrag am 30. Mai beim M3T (siehe Seite 40/41). Mario Herger lebt seit 2001 im Silicon Valley und berät Unternehmen zu Themen wie Innovation, Silicon Valley Mindset, Foresight Mindset, Automotive, Künstliche Intelligenz, Kreativität oder Intrapreneurship.
Waymo und GM Cruise liegen derzeit vorne
Technisch liegen beim autonomen Fahren Waymo und General Motors Cruise vorne. In Deutschland herrschten laut Herger etwa 5 bis 7 Jahre Entwicklungsabstand. Ein Beispiel illustriert dies anschaulich: Während bei Tests von Waymo alle 48.000 Kilometer ein Mensch eingreifen musste, war dies bei Tests von Mercedes alle 41 Kilometer der Fall.
Die Kosten pro Kilometer bei Robotaxis sind dabei erheblich geringer und bieten daher eigentlich viel Potential für Autohersteller. Auch würden nur 10 bis 20 Prozent der derzeit fahrenden Autos benötigt.

Teslas Full Self Driving

Auch Tesla beschäftigt sich mit dem autonomen Fahren. Der Elektroautohersteller ist bei diesem Thema für Herger schwer einschätzbar, habe aber auch das Potential, andere Hersteller überraschend „wie von rechts zu überholen“.
Aktuell gibt es etwa 2.000 Betatester für die Tesla Full Self Driving Beta Software in den USA. Diese soll in den nächsten Wochen und Monaten für alle in den USA als Option zum Herunterladen zur Verfügung gestellt werden. 1,5 Millionen Tesla haben die notwendige Hardware Kit 2.x, aber nicht alle die notwendige Software. Herger geht davon aus, dass sich 100.000 Tesla-Fahrer in den USA die FSD Beta Software holen werden.Durch die gesammelten Daten könne FSD in den nächsten ein bis zwei Jahren deutlich verbessert werden.
FSD Beta hat heute, zumindest offiziell, noch Level 2 – man muss die Hände am Lenkrad haben und aufmerksam sein. Das Ziel ist Level 5: dann kann man sich auch mit etwas völlig anderem beschäftigen während der Fahrt.

Mario Herger hat in seinem Vortrag beim M3T gleich mehrere große Themen angesprochen, neben den Robotaxis unter anderem auch die Tesla Versicherung, Tesla Lastwagen, Tesla Vision und LiDAR sowie Tesla Crashs. Bei Tesla-Unfällen, bei denen oft behauptet wird, es war der Autopilot, hat es sich bei mehreren Unfällen herausgestellt, dass es nicht der Autopilot war, sondern oft ein Fahrerfehler. Ein Großteil der Meldungen war auch schlicht falsch.

 

Hier den gesamten Beitrag anschauen:

https://www.youtube.com/watch?v=fWyiCKJ7Fd0

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  • Neue Tesla Wandladestation – von Oliver Fritsch
  • Tesla Welt – News des Quartals  – von David Reich
  • Deutschlands jüngste Tesla-Fahrerin im Interview
  • Alternativen zu Tesla auf der Langstrecke? Stimmen von Ove Kröger, Oliver Krüger und Nico Pliquett
  • Tesla Owners Club Helvetia (TOCH) 
  • Tesla Fahrer und Freunde (TFF) e.V.
  • Gleichstrom vs. Wechselstrom – von Martin Hund
  • Erste Robotaxis in Europa 2023? – von Markus Weber
  • Car Maniac E-Auto-Test – von Christopher Karatsonyi
  • Ev Events – Elektromobilitäts-Termine
  • Beschluss des Verfassungsgerichts zum Klimaschutz – von Silvia Oudhoff
  • Vom E-Auto zu Energiewende – Interview von Dennis Witthus mit Volker Quaschning und Holger Laudeley
  • Mieterstrom & Eigennutzung
  • M3T – Rückblick: Virtuelles E-Community-Treffen
  • T&Etalk – Rückblick: Tesla raus aus der Servicehölle?
  • Nächster T&Etalk: SEXY CARS Community
  • Wirtschaft – Mobilität der Zukunft – von Jörg Heynkes
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