Sardinien mit Model S & Wohnwagen

Foto: Claudius Banani

Entschleunigtes Reisen in die Karibik des Mittelmeeres: Die Insel Sardinien zählt zu den schönsten Reisezielen rund ums Mittelmeer. Campingurlaub ist eine der beliebtesten Arten des Reisens auf der Insel. Klar, dass auch Freunde der Elektromobilität gerne mit ihrem Lieblingsauto an ihr Traumziel fahren würden. Wie sich eine Reise mit einem Tesla Model S samt Wohnwagen gestaltet, zeigt unser Erfahrungsbericht einer Reise von Süddeutschland nach Sardinien.

„Mit dem Wohnwagen und Elektroauto, das funktioniert doch nicht“, so oder so ähnlich haben selbst Freunde der Elektromobilität meinen Entschluss kommentiert, eine Anhängerkupplung für unseren Tesla für den geplanten Campingurlaub nachzurüsten. Was hat mich dazu bewogen, unser langgedientes Fahrzeug mit einem Upgrade aufzurüsten?

Bisher waren es zwei Welten, die sich für mich nicht ohne Fahrzeugwechsel verbinden ließen. Auf der einen Seite der Wunsch nach einer Reise mit einem Wohnwagen an eines der schönsten Urlaubsziele im Mittelmeer. Ein Wohnwagen erhöht die Flexibilität vor Ort deutlich. Aber ebenso wie beim Verbrenner wird sich auch der Verbrauch auf der Fahrt deutlich erhöhen. Die Herausforderung: Sardinien ist nur mittels Fähre erreichbar und verfügt lediglich über zwei Supercharger sowie nur wenige öffentliche Lademöglichkeiten.

Auf der anderen Seite das Tesla Model S, das in vielerlei Hinsicht beste Fahrzeug, das ich je hatte. Mit zwischenzeitlich über 200.000 Kilometern auf dem digitalen Tachometer hat es mehr Laufleistung als die meisten Fahrzeuge, die ich bisher fuhr. Außer dem großzügigen Platzangebot, einem ausgezeichneten Fahrkomfort, recht geringen Unterhaltskosten, den bislang ausgebliebenen größeren Reparaturen und der hohen Zuverlässigkeit verfügt unseres dazu noch über einen besonderen Vorteil, den es nur noch für Gebrauchtfahrzeuge, jedoch nicht mehr für heute neu gekaufte Fahrzeuge gibt: die Nutzung des Tesla Supercharger Ladenetzes, welche für die gesamte Lebenszeit des Fahrzeugs kostenfrei ist und auch weiterverkauft werden kann.

Welche Alternativen zur Aufrüstung hätte es gegeben?

Vor dem Entschluss zur Aufrüstung standen auch Überlegungen zu Alternativen. Das Model 3 Long Range mit Anhängerkupplung ist ein ebenso großartiges Auto, jedoch mit einigen Einschränkungen: die Gepäckladekapazität ist im Vergleich viel geringer, eine Hundebox passt nicht in den Kofferraum und dazu hat es nur 1.000 Kilogramm Anhängelast, womit nur wenige Wohnwagen zu ziehen in Frage kommen, unserer jedenfalls nicht.

Im Gegensatz zu dem in Bezug auf Antrieb und Batterie baugleichen Model X, für das es schon ab Werk eine Anhängerkupplung gibt, ist für das Model S keine Anhängerkupplung von Tesla verfügbar. Eine Alternative wäre somit auch der Umstieg auf ein Model X gewesen, welcher jedoch an meiner Liebe zum zeitlos eleganten Design des Model S sowie dem Wertverlust bei einem Fahrzeugwechsel gescheitert ist.

Eine interessante Alternative von Tesla wird es in Kürze geben, wenn das Model Y verfügbar ist. In noch fernerer Zukunft wird es mit dem Cybertruck eine weitere Möglichkeit geben, doch ist noch nicht klar, wann er kommt und wie dieser dann für den europäischen Markt angeboten wird.

Andere Hersteller kommen aktuell nicht in Frage, denn die meisten Fahrzeuge bieten keine ausreichende Anhängerzuglast und die Ladestellendichte, insbesondere für eine Urlaubsfahrt in den Süden, ist noch nicht ausreichend. So hat Tesla mit dem Supercharger Netz einen gewichtigen Trumpf in der Hand, bestehend aus über 20.000 Ladeplätzen in Europa, welche selbst im Süden in der Regel höchstens 180 Kilometer voneinander entfernt zu finden sind.

So kam genau zum richtigen Zeitpunkt, einige Wochen vor der geplanten Urlaubsfahrt, der Hinweis vom befreundeten Jerome Brunelle aus Horb: Er hat sein Model S60 mit einer Anhängerkupplung aufgerüstet und ist mit einem wesentlich größeren Anhänger als unserem auf Tour gegangen. „Erst geht es von Süddeutschland aus nach Dänemark und dann nach Frankreich. Kein Problem bei entsprechend niedriger Geschwindigkeit“, so der langjährige Fahrer eines Teslas mit der kleinsten Batteriegröße. Was sein Model S60 schafft, sollte also auch für unser S90 mit höherer Akkukapazität machbar sein.

 

Foto: Claudius Banani

Nachrüstung der Anhängerkupplung

Nachdem das Leben zu kurz ist, um Dinge aufzuschieben, habe ich beschlossen, dass nun der richtige Zeitpunkt für die Aufrüstung gekommen sei, und habe rechtzeitig vor Beginn der Reise einen Termin zur Montage der Anhängerkupplung beim Hersteller des Nachrüstsatzes ausgemacht… […]

 


 

 

CLAUDIUS BANANI ist 52 Jahre alt und lebt mit seiner Familie in einem Plus-Energiehaus im Süden Deutschlands. Er ist angestellt in der IT-Branche. Seit neun Jahren fährt er Autos mit Elektroantrieb. Er freut sich, dass Nachhaltigkeit als eine der wichtigsten Prioritäten angekommen ist und immer mehr Elektroautos auf der Straße sind.


 

Claudius Banani berichtet in seinem Beitrag weiter über die Nachrüstung der Anhängerkupplung und den Verlauf der einzelnen Reiseetappen. Der Bericht ist vollständig in der 13. Ausgabe des T&Emagazin zu finden, die am 15. Januar 2022 erschienen ist.

Neu ist: Die Zeitschrift wird fortan 68 Seiten haben. 16 Seiten mehr als bisher, gefüllt mit Berichten zu Themen der Elektromobilität und zu regenerativen Energien. Das Magazin verfügt über eine Leimbindung ist und dadurch noch schicker geworden. Zudem wurde die Auflage weiter erhöht: 30.000 Exemplare wurden diesmal gedruckt.

Ein Exemplar der Ausgabe 13 kann gegen Versandkostenübernahme hier bestellt werden.

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Die Themen der Ausgabe 13:

  • Vom „Ob“ zum „Wie“ 
  • Tesla Welt – News des Quartals 
  • Tesla – Gigafactory 4
  • Tesla – Elon Musk beim Gigafest
  • Tesla – Stammtisch bei Clubhouse   
  • Tesla – 4 abgefahrene Gründe, Tesla zu fahren  
  • Die Herausgeber – Tesla Owners Club Helvetia (TOCH)    
  • Die Herausgeber – Tesla Fahrer und Freunde (TFF) e.V.    
  • S3XY CARS Community – Weltgrößtes E-Auto-Treffen    
  • Elektroauto Guru – Als Wohnungsmieter das E-Auto laden   
  • Elektromobilität – Im Winter & im Pannenfall    
  • Elektromobilität – 12 Volt Batterie     
  • Elektromobilität – Car Maniac E-Auto-Tests    
  • Elektromobilität – Gebrauchte Elektroautos   
  • Elektromobilität – Elektrische Quads    
  • Innovator – Norbert Zajacs größtes Zoogeschäft der Welt   
  • T&Etalk – Rückblick: Junge Menschen, Zukunft und E-Mobilität    
  • T&Etalk – Rückblick: Giga 4    
  • T&Etalk – Rückblick: E-Auto vs. Bus & Bahn   
  • T&Etalk – Rückblick: Die Liebe zum Tesla    
  • T&Etalk – Rückblick: Ökostrom selber erzeugen & vermarkten   
  • T&Etalk – Ausblick: Aktien zu E-Mobilität & Energie    
  • Technophilosoph – Ohne Börsenhype keine Elektroautozukunft?    
  • Wirtschaft – Connected Car: Tesla, IT-Sicherheit & Datenschutz    
  • Wirtschaft – Ladeengpässe    
  • Wirtschaft – Haus-Energiewende   
  • Klimaschutz – Baum-Patenschaften    
  • Klimaschutz – Energiewende auf Porto Santo    
  • Reisebericht – Mit Model S & Wohnwagen nach Sardinien   
  • Fanboy – Gabor Reiter: Tesla-Ladefeeling für alle
  • und einiges mehr

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2 Gedanken zu „Sardinien mit Model S & Wohnwagen

  1. Cooler Bericht, wir können dies nur unterschreiben!
    Wir fahren seit 2015 einen Tesla, den ersten, ein S85D haben wir mit knapp 90’000km weitergegeben. Mit dem zweiten, einem Model S100D, fahren wir seit 4 Jahren und bald 100’000km!
    Im November 2021 haben wir eine AHK von Misterdotcom montieren lassen und sind seither bereits mehrere Male mit unserem Wohnwagen in der Schweiz unterwegs gewesen, was ohne Probleme möglich ist (ausser, dass im Winter nur wenige Campingplätze geöffnet sind :-).
    Die Reichweite halbiert sich ungefähr und liegt bei uns so um die knapp 200km, das aufladen ist an den meisten SUC’s kein Problem und auf den Camping’s könnte man zur Not ebenfalls aufladen.
    Fahrkomfort und Beschleunigung bleiben beim Tesla ähnlich wie ohne Wohnwagen, das Fahren ist sogar viel entspannter, da man meistens einfach auf der rechten Spur mit 80-100km/h unterwegs ist – mit der Unterstützung des Tesla-Autopiloten!
    Wir würden nie mehr auf einen Verbrenner wechseln und freuen uns bereits auf unsere erste grössere Reise nach Spanien oder Norwegen!

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