Škoda Epiq 55 im Alltagstest: Sparsamer Pendler mit viel Stauraum

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Der Škoda Epiq soll den Einstieg in die elektrische Modellpalette der Marke erleichtern. Im Alltagstest von @Speicherelektrisiert zeigt der 4,17 Meter lange SUV-Crossover niedrige Verbrauchswerte auf der Pendelstrecke und einen vielseitigen Kofferraum. Die stärkere Version mit großer Batterie und Assistenzpaket ist allerdings deutlich teurer als das angekündigte Basismodell.

Ein Elektroauto muss sich nicht nur an Reichweite und Ladeleistung messen lassen. Entscheidend ist auch, ob der Einkauf hineinpasst, die Fahrt zur Arbeit entspannt verläuft und das Urlaubsgepäck ohne umgeklappte Rückbank unterkommt.

Genau diese Fragen untersucht der YouTube-Kanal Speicher elektrisiert anhand eines Škoda Epiq Selection 55. Der Schweizer Vorführwagen fährt mit 19-Zoll-Rädern vor und besitzt unter anderem das Travel-Paket sowie Matrix-LED-Scheinwerfer. Das Premium-Paket mit zusätzlichen Parkfunktionen, Canton-Soundsystem und Frunk fehlt.

Die folgenden Fahr- und Beladungseindrücke stammen aus diesem Test. Technische Angaben und deutsche Preise wurden mit offiziellen Herstellerunterlagen abgeglichen.

Kompakte Abmessungen, vollwertiger Alltagsanspruch

Mit rund 4,17 Metern Länge und 1,80 Metern Breite bleibt der Epiq handlicher als viele größere Elektro-SUV. Einschließlich Außenspiegeln sind es laut Vorstellung im Video allerdings etwa zwei Meter. Für eine schmale Garage zählt deshalb nicht allein die Fahrzeuglänge.

Der Radstand beträgt rund 2,60 Meter. Škoda nutzt dafür die neue MEB+-Plattform mit Frontantrieb. Im Unterschied zu den größeren Elektroautos der Marke sitzt der Antriebsmotor hier an der Vorderachse.

Trotz der überschaubaren Außenmaße ist der Epiq kein reines Kurzstreckenauto. Schon der offizielle Kofferraumwert von 475 Litern verdeutlicht den Anspruch, auch als einziges Fahrzeug eines Haushalts zu funktionieren. Wie gut der Stauraum tatsächlich nutzbar ist, zeigt der Beladungstest besonders anschaulich.

Die wichtigsten Daten des Škoda Epiq 55

MerkmalHerstellerangabe
Maximale Leistung155 kW / 211 PS
Maximales Drehmoment290 Nm
AntriebFrontantrieb
Nutzbare Batteriekapazitätrund 52 kWh
BatteriezellchemieNMC
WLTP-Reichweite, je nach Ausstattung426–441 km
Höchstgeschwindigkeit160 km/h
AC-Ladeleistungbis zu 11 kW
DC-Ladeleistungbis zu 105 kW
DC-Ladezeit 10–80 Prozent24 Minuten
Kofferraum / bei umgeklappter Rückbank475 / 1.345 Liter

Die Ladezeit ist eine Herstellerangabe unter geeigneten Bedingungen. Eine vollständige Schnellladekurve wird im zugrunde liegenden Video nicht gemessen. Auch die WLTP-Spanne beschreibt verschiedene Konfigurationen des Epiq 55 und ist kein im Test ermittelter Reichweitenwert.

Pendeln: Rund 14,4 kWh auf 100 Kilometer

Auf der Pendelstrecke kombiniert Speicher elektrisiert Stadtverkehr, Landstraße und Autobahn. Die Hinfahrt umfasst 24 Kilometer und dauert 22 Minuten. Der Bordcomputer zeigt anschließend 16,8 kWh pro 100 Kilometer an.

Zurück fällt der Verbrauch deutlich niedriger aus: Auf der ähnlich langen Strecke werden bei gleicher Fahrzeit 11,9 kWh pro 100 Kilometer angezeigt. Der Tester erklärt den Unterschied mit dem Höhenprofil seiner Schweizer Umgebung. Was auf dem Hinweg bergauf führt, hilft auf dem Rückweg beim Verbrauch.

Über beide Fahrten ergibt sich damit ein Wert von ungefähr 14,3 bis 14,4 kWh pro 100 Kilometer. Das ist ein gutes Ergebnis für den gemischten Arbeitsweg. Die große Differenz zwischen den Fahrtrichtungen zeigt zugleich, weshalb eine einzelne kurze Strecke nur begrenzt aussagekräftig ist.

TestsituationStreckeFahrzeitVerbrauch laut Bordcomputer
Pendeln, Hinfahrt24 km22 Minuten16,8 kWh/100 km
Pendeln, Rückfahrtetwa 25 km22 Minuten11,9 kWh/100 km
Stadtfahrt11 km24 Minuten12,8 kWh/100 km
Fahrt mit überwiegendem Autobahnanteil60 km40 Minuten19,6 kWh/100 km

Diese Anzeigen erfassen den Fahrverbrauch. Eine Ermittlung des Strombezugs an der Ladesäule einschließlich Ladeverlusten enthält der Test nicht.

Stadtverkehr: Sparsam mit Einpedalbedienung

Auf der Stadtfahrt stehen nach 24 Minuten und elf Kilometern 12,8 kWh pro 100 Kilometer im Display. Die Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt 28 km/h. Ampeln, wechselnde Tempolimits und Wartezeiten gehören dabei ausdrücklich zum Fahrprofil.

Der Epiq bietet im B-Modus eine ausgeprägte Verzögerung beim Zurücknehmen des Fahrpedals. Škoda bestätigt für das Modell vollständiges One-Pedal-Driving. Das erleichtert den gleichmäßigen Wechsel zwischen Beschleunigen und Verzögern im Stadtverkehr.

Wichtig für Umsteiger: Auch im D-Modus und beim Betätigen des Bremspedals kann das Fahrzeug Energie zurückgewinnen. Die Wahl von D oder B entscheidet vor allem über das Fahrgefühl. Die mechanische Bremse bleibt für Situationen verfügbar, in denen eine stärkere Verzögerung erforderlich ist.

Zum Rangieren passen die kurzen Außenmaße und die im Test gut nutzbare Rückfahrkamera. Beim Wendekreis setzt der Epiq allerdings keinen Bestwert: Škoda nennt 10,15 Meter. Kompakt bedeutet hier nicht automatisch, dass das Auto enger wendet als jedes größere Elektrofahrzeug.

Autobahn: 19,6 kWh im herbstlichen Reisealltag

Für den Ausflug mit überwiegendem Autobahnanteil startet der Tester bei acht Grad Außentemperatur und 49 Prozent Batteriestand. Später werden etwa zehn Grad genannt. Auf den freien Autobahnabschnitten fährt er mit dem in der Schweiz erlaubten Tempo 120.

Nach 60 Kilometern und 40 Minuten zeigt der Bordcomputer 19,6 kWh pro 100 Kilometer. Der Durchschnitt liegt bei 90 km/h, weil auch die Anfahrt zur Autobahn und die Fahrt zum Ziel enthalten sind.

Der Wert beschreibt damit eine konkrete Alltagstour mit Autobahnanteil. Er ist kein Verbrauch bei konstant 90 km/h und ebenso wenig eine Messung bei deutschem Richttempo 130. Für häufige schnellere Autobahnfahrten lässt sich daraus noch kein belastbarer Reichweitenwert ableiten.

Bei Tempo 120 empfindet der Tester den Epiq als angenehm fahrbar. Die Geräuschkulisse fällt nach seiner Einschätzung etwas deutlicher aus als in größeren elektrischen Škoda-Modellen, bleibt für die Fahrzeugklasse aber auf einem ordentlichen Niveau.

Kräftiger Antrieb, ordentliches Fahrwerk

Die Motorisierung des Epiq 55 hinterlässt im Video einen dynamischen Eindruck. Besonders beim Beschleunigen auf die Autobahn wirkt die Leistung mehr als ausreichend.

Bei kräftigem Durchtreten des Fahrpedals beobachtet Speicher elektrisiert Eingriffe der Traktionsregelung. Die Vorderachse muss Antriebskraft und Lenkaufgabe zugleich übernehmen. Einen ausführlichen Vergleich auf nasser oder verschneiter Fahrbahn enthält dieser Test noch nicht.

Das Serienfahrwerk beschreibt der Tester als angenehm und eher verbindlich abgestimmt. Unebenheiten werden ordentlich verarbeitet, ohne dass sich das Fahrzeug übermäßig weich anfühlt. An den Komfort größerer Modelle mit längerem Radstand reicht der Epiq nach seinem Eindruck allerdings nicht heran. Der Testwagen steht zudem auf großen 19-Zoll-Rädern; Aussagen zu kleineren Radgrößen liefert die Fahrt nicht.

Positiv fällt der optionale Travel Assist auf. Abstandshaltung, Lenkunterstützung und Geschwindigkeitsanpassung vermitteln dem Tester ein vertrautes Bediengefühl aus den größeren Modellen. Für häufige Autobahnfahrten sieht er darin einen deutlichen Komfortgewinn. Das System unterstützt den Fahrer bei seiner Aufgabe.

Ladeplanung: Gut einstellbar, mit einer Schwäche im Detail

Die integrierte Routenplanung berücksichtigt Ladestopps und lässt sich an persönliche Vorlieben anpassen. Im Video zeigt der Tester, wie sich der gewünschte Batteriestand am Ziel verändern lässt. Eine zunächst großzügige Reserve führt zu einem längeren Ladestopp; mit niedrigerem Zielwert wird die Planung entsprechend angepasst.

Auch bevorzugte Ladeanbieter können ausgewählt werden. Bei einer beispielhaften Strecke von der Schweiz nach Hamburg berücksichtigt das System die Präferenz für Ionity weitgehend, plant aber zusätzlich einen anderen Betreiber ein.

Nicht jede vorgeschlagene Ladepause erscheint optimal. Einen Stopp von zehn auf 93 Prozent kritisiert der Tester als unnötig lang. Der Blick auf die einzelnen Ladehalte bleibt deshalb sinnvoll.

Die Demonstration ist keine tatsächlich absolvierte Fahrt nach Hamburg. Sie zeigt jedoch, dass sich die Ladeplanung bereits im kleinsten Elektro-SUV der Marke auf wesentliche Bedürfnisse abstimmen lässt.

Kofferraum: Drei große Koffer und ein Handgepäckkoffer

Der Gepäckraum gehört zu den überzeugendsten Punkten des Videos. Bei aufrechter Rückbank demonstriert Speicher elektrisiert verschiedene Anordnungen von Handgepäck- und großen Reisekoffern.

Mit tiefer gesetztem beziehungsweise entsprechend angeordnetem Ladeboden passen drei große Koffer in den hinteren Stauraum. Ein zusätzlicher Handgepäckkoffer findet darunter Platz. Die Rücksitzlehnen bleiben dabei aufrecht; die Gepäckraumabdeckung muss für diese Beladung herausgenommen werden.

Das ist ein anschauliches Beispiel für die Raumausnutzung. Eine allgemeine Zusage für beliebige Koffersets ist es allerdings nicht: Form, Abmessungen und Füllstand der verwendeten Koffer entscheiden darüber, ob die Heckklappe noch schließt.

Beim Einkauf nehmen drei normale Einkaufskörbe einen Teil der Ladefläche ein. Auch größere Klappkisten lassen sich unterbringen. Der verstellbare Ladeboden erlaubt dabei einen Kompromiss zwischen einer gut zugänglichen Ladefläche und zusätzlicher Höhe.

Mit umgeklappten Rücksitzen gelingt außerdem der Transport eines etwa 1,45 Meter langen Regals. Der Tester zeigt Platz für sechs Umzugskartons und schiebt auch den Karton seines 55-Zoll-Fernsehers hinein. Bei solchen Beispielen sind die konkreten Verpackungsmaße aussagekräftiger als die Bildschirmdiagonale allein.

Praktische Details mit kleinen Qualitätsmängeln

Bei aller Vielseitigkeit fallen im Kofferraum zwei Schwächen auf. Die Befestigung der Rücksitzlehnen bildet im unteren Bereich einen Vorsprung, der je nach Stellung des Ladebodens beim Beladen stört. Außerdem löst sich am Testwagen wiederholt eine kleine Kunststoffabdeckung an einem Befestigungspunkt.

Vorn gibt es ebenfalls Licht und Schatten. Die Becherhalter lassen sich in ihrer Größe anpassen und nehmen unterschiedliche Tassen oder Flaschen auf. Weil die Halter relativ flach sind, sitzen einige Behälter nach Beobachtung des Testers jedoch nicht besonders fest.

Die Smartphone-Anbindung gelingt im Video unkompliziert über kabelloses Apple CarPlay. Android Auto wird ebenfalls unterstützt. Einen positiven Eindruck hinterlässt das Soundsystem des Testwagens: Auch ohne die optionale Canton-Anlage bewertet Speicher elektrisiert den Klang als durchaus brauchbar.

Deutsche Preise: Der getestete Epiq 55 liegt über dem Einstiegspreis

Škoda bewirbt die Baureihe mit einem Einstieg ab 25.900 Euro für den Epiq 35. Der getestete Epiq 55 mit größerer Batterie liegt deutlich darüber. Die deutsche Preis- und Ausstattungsübersicht mit Stand 8. Oktober 2026 nennt:

VarianteEssenceSelection
Epiq 4027.900 Euro31.400 Euro
Epiq 5532.100 Euro35.600 Euro

Die Beträge sind unverbindliche Preisempfehlungen einschließlich Mehrwertsteuer, ohne zusätzliche Überführungs- und Zulassungskosten.

Beim Selection kostet das Travel-Paket mit Navigation und Travel Assist laut deutscher Preisliste weitere 1.250 Euro. Das Premium-Paket mit Frunk, Canton-Anlage und 360-Grad-Kamera steht mit 890 Euro in der Liste. Elektrisch einstellbare Vordersitze sind ebenfalls eine Zusatzoption für 950 Euro.

Damit relativiert sich die Vorstellung vom besonders günstigen Elektro-SUV, sobald die große Batterie und zusätzliche Komfortfunktionen gefragt sind. Die Schweizer Ausstattung des Testwagens lässt sich zudem nicht in jedem Detail auf deutsche Konfigurationen übertragen.

Auch die Wärmepumpe ist optional. Der Tester würde bei einem knappen Budget andere Extras bevorzugen. Eine Vergleichsmessung mit und ohne Wärmepumpe enthält das Video jedoch nicht; ihre konkrete Verbrauchsersparnis lässt sich daraus nicht bestimmen.

Fazit: Ein alltagstaugliches E-SUV mit guter Raumausnutzung

Der Škoda Epiq 55 zeigt im Test von Speicher elektrisiert vor allem dort seine Stärken, wo ein kompaktes Alltagsauto überzeugen muss: auf dem Arbeitsweg, im Stadtverkehr und beim Gepäcktransport. Die niedrigen Verbrauchswerte auf den kurzen Teststrecken und der vielseitige Kofferraum sprechen für ein Fahrzeug, das mehr kann als den täglichen Weg zum Supermarkt.

Der kräftige Antrieb und der optionale Travel Assist machen auch Fahrten über die Stadtgrenze hinaus angenehm. Einschränkungen zeigen sich bei einzelnen Verarbeitungsdetails, der weniger souveränen Federung gegenüber größeren Modellen und einer Ladeplanung, deren Vorschläge gelegentlich nachgeprüft werden sollten.

Für die Kaufentscheidung bleibt die Ausstattung entscheidend. Der getestete Selection 55 gehört preislich nicht zur günstigen Basis. Wer seine Anforderungen an Batterie, Assistenz und Komfort sorgfältig abgleicht, bekommt anhand dieses Alltagstests aber ein klares Bild davon, welche Aufgaben der Epiq auf wenig Verkehrsfläche bewältigen kann.

Grundlage ist das Video „Škoda EPIQ im Alltagstest: Pendeln, Autobahn, Reisen, Beladung & Verbrauch“ von Speicher elektrisiert. Die Fahr- und Beladungsbeobachtungen stammen vom Kanal. Technische Daten und deutsche Listenpreise wurden anhand offizieller Škoda-Unterlagen ergänzt. Stand: 4. November 2026.

Abonniert gerne den Kanal von Speicherelektrisiert @Yotube und lasst einen Like da, hier könnt Ihr das Komplette Video ansehen !


Die Zeitschrift kann gegen Übernahme der Porto- und Versandkosten an dieser Stelle bestellt werden.

https://shop.temagazin.de/produkt/magazin/temagazin-31-ausgabe/

Aus dem Inhalt:

  • COMMUNITY – Auf dem Laufenden bleiben
  • TESLA – Neues aus der Tesla Welt
  • TESLA – Eins von 250 Fahrzeugen
  • TESLA – Die Model-S-Varianten in der chronologischen Übersicht
  • TESLA – Vom E-Auto zum nachhaltigen Wohlstand
  • Herausgeber – TFF – Aktuelle Veranstaltungen
  • Herausgeber – TOS – Reisebericht Alpenpässe
  • elektrische COMMUNITY – Das Programm
  • ENERGIE – Zu viel Wind- & Sonnenstrom – aber nicht mehr lange
  • STROMBOCK – Warum brauchen E-Autos trotzdem ein Kühlsystem
  • GESELLSCHAFT – Das bessere Leben in der Zukunft
  • E-MOBILITÄT – Prof. Fichtner zeigt Vorteile der Batterietechnik auf
  • KLIMASCHUTZ – Der Kampf mit der Hitze
  • WIRTSCHAFT – Warum ein Weg zurück meistens ein Holzweg ist
  • WIRTSCHAFT – Zwei Fabriken, zwei Welten
  • FANBOY – Verwaltet, geprüft, abgehängt

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