Smartcar & Smarthome

Science-Fiction Filme sind in vielen Bereichen schon Realität. Zugegeben, unsere Teenager schweben noch nicht mit Hover Boards zur Schule. Die Star Trek Smartphones gehören allerdings schon zu unserem Alltag.
Virtual Reality Simulationen (wie im Holodeck) lassen uns in atemberaubende Erlebniswelten eintauchen und technische Herausforderungen bewältigen. Elektrofahrzeuge sind zwar nicht mit Flux-Kompensatoren ausgestattet, dennoch fühlt es sich an wie Zeitreisen, wenn unser Gehirn bei voller Beschleunigung nicht mehr nachvollziehen kann, wie wir in kürzester Zeit unfassbare Distanzen zurücklegen.

Einsatz marktführender Technologien

Ähnlich wie bei Fahrzeugherstellern im Licht- oder Bremsbereich kommen in einem Smarthome marktführende Systeme renommierter Hersteller aus den Bereichen Gebäudeautomation, Sicherheit, Kommunikation und Unterhaltung zum Einsatz. Diese arbeiten weitestgehend autonom, damit sie sich gegenseitig nicht beeinflussen. Sie lassen sich aber dennoch über eine gemeinsame Visualisierung bedienen und gleichzeitig ansteuern. Die „Gute Nacht“-Taste sendet den Befehl ans Lichtsteuerungssystem, die Rollläden zu schließen, das Licht zu löschen, versetzt die Lüftungsanlage in den Nachtmodus und schaltet die Aussenhaut der Alarmanalage scharf.
Hierbei steht, wie im Fahrzeug, die Stabilität und Betriebssicherheit gegenüber der Funktionsvielfalt im Vordergrund. Bevor daher ein neues Feature den Weg von der Entwicklung in die Produktion findet, wird dieses auf Herz und Nieren geprüft.

Intuitive Bedienung

Ein System ist nur so gut wie dessen Bedienbarkeit. Daher kommt dem Design einer intuitiv bedienbaren Benutzeroberfläche eine große Bedeutung zu.
Einbau-Touchpanels entlang der Verkehrszonen ermöglichen im Vorbeigehen einen Blick auf die Überwachungskameras, die Wahl einer Radiostation oder das Gegensprechen mit der Haustüre. Wo die Hausbewohner sehr mobil (Garten, Terrasse) oder aber sehr immobil (Badewanne, Sofa) sind, empfiehlt sich der Einsatz mobiler Geräte (Fernbedienungen, Tablets, Smartphones). Wo das visuelle Feedback entscheidend ist, erweisen sich Touchscreens als sehr hilfreich, nicht aber bei simplen, wiederkehrenden Funktionen wie dem Einschalten des Lichts. Hierfür stehen auch im Haus Sprachsteuerungen (Alexa, Siri) zur Verfügung. Diese erweisen sich jedoch oft schon bei leichten Hintergrundgeräuschen als untauglich.
Der gute alte Taster hat daher noch nicht ausgedient. Während sich einige Automobilhersteller fast ganz von taktilen Elementen verabschieden, kommt diesen im Smarthome eine große Bedeutung zu. Wir sind haptische Wesen und können intuitive Prozesse, wie das Setzen eines Blinkers oder das Betätigen eines Schalters, quasi nebenbei ohne Einschränkung unserer Denk- und Handlungsfähigkeit ausführen. Kognitive Prozesse hingegen, wie das Bedienen eines Touchdisplays, benötigen einen substanziellen Teil unserer Aufmerksamkeit.

Automation vs. Kontrolle

Wie beim Fahrzeug, wo Fahrsicherheitssysteme zuverlässig im Hintergrund arbeiten, laufen einzelne Gebäudesysteme weitgehend automatisiert, insbesondere Strommanagement- oder Heizungs- und Lüftungssysteme.
Dennoch gibt es Bereiche, die sich für eine Automation nur bedingt eignen. Die meisten Räume eines Privathauses werden sehr vielseitig genutzt. Ein Wohnzimmer kann per Knopfdruck Kino, Bibliothek oder Spielzimmer werden. Ein Automatismus wäre jedoch nicht zielführend. Ähnlich wie beim „Full Self Driving“ lassen sich im Wohnhaus noch nicht alle in der Lebenswirklichkeit vorkommenden Situationen antizipieren. Der Hausbewohner behält also bis auf Weiteres alle Fäden in der Hand.

Heimwerker vs. Profi-Smarthome

Heimwerker finden heute in Bau-, Möbelmärkten Smarthome-Komponenten und rüsten mit etwas Zeit und Geschick ihre vier Wände um einzelne Funktionen auf. Wer höhere Ansprüche an Komfort und Stabilität hat, sollte sich an einen Experten wenden, der die wichtigsten Prozesse des Familienalltags versteht und daraus ableitet, welche Funktionen diese bestmöglich unterstützen. Es gilt: nicht alles was technisch realisierbar ist, macht auch Sinn.

Haus steuert Auto, Auto steuert Haus

Einige Elektrofahrzeuge bieten Schnittstellen zur Integration ins Gebäudeleitsystem. Umgekehrt ist es denkbar, dass Fahrzeugsysteme neben der einfachen Torsteuerung komplexere Haussteuerungsfunktionen übernehmen werden.
Die intelligente Mobilität und das intelligente Wohnen, werden dank künstlicher Intelligenz ungeahnte technische Fortschritte machen, die uns Menschen bei alltäglichen, repetitiven Prozessen entlasten, wodurch wir mehr Zeit und Energie zur Nutzung unseres innovativen Potentials und unserer kreativen Schaffenskraft erhalten.

Mike P. Boch – CEO & Gründer der intelliHOME AG (intellihome.ch). Nach seinen Studien in Washington, Freiburg & Bologna war Mike Boch Partner in einem Management Consulting Unternehmen, bevor er die in der Schweiz domizilierte, international tätige intelliHOME AG gründete. Diese ist seit 2004 auf die Ausstattung gehobener Wohnbauten mit intelligenter, intuitiv bedienbarer Gebäudemanagement-, Audio/Video-, Multiroom- und Heimkinotechnik spezialisiert und arbeitet regelmässig in anspruchsvollen Projekten auch für diverse internationale Stars. Er ist Vizepräsident des Tesla Owners Club Helvetia (TOCH).

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Dieser Artikel ist ein Beitrag aus der Ausgabe 11 des T&Emagazin.

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Weitere Themen der Ausgabe sind:

Die Themen der Ausgabe 11 des T&Emagazin:

  • Interview mit Brandenburgs Wirtschaftsminister Steinbach zur Gigafactory Grünheide – von David Reich
  • Tesla Zwei-Faktor-Authentifizierung  – von Henning Frey
  • Smart Home-Anwendungen – von Mike Boch
  • Neue Tesla Wandladestation – von Oliver Fritsch
  • Tesla Welt – News des Quartals  – von David Reich
  • Deutschlands jüngste Tesla-Fahrerin im Interview
  • Alternativen zu Tesla auf der Langstrecke? Stimmen von Ove Kröger, Oliver Krüger und Nico Pliquett
  • Tesla Owners Club Helvetia (TOCH) 
  • Tesla Fahrer und Freunde (TFF) e.V.
  • Gleichstrom vs. Wechselstrom – von Martin Hund
  • Erste Robotaxis in Europa 2023? – von Markus Weber
  • Car Maniac E-Auto-Test – von Christopher Karatsonyi
  • Ev Events – Elektromobilitäts-Termine
  • Beschluss des Verfassungsgerichts zum Klimaschutz – von Silvia Oudhoff
  • Vom E-Auto zu Energiewende – Interview von Dennis Witthus mit Volker Quaschning und Holger Laudeley
  • Mieterstrom & Eigennutzung
  • M3T – Rückblick: Virtuelles E-Community-Treffen
  • T&Etalk – Rückblick: Tesla raus aus der Servicehölle?
  • Nächster T&Etalk: SEXY CARS Community
  • Wirtschaft – Mobilität der Zukunft – von Jörg Heynkes
  • Reisebericht – Mit Tesla und Wohnanhänger zum Nordkap – von Kai Möller
  • Fanboy – Als Tesla kam – von Gabor Reiter
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