5.400 Kilometer mit dem Tesla Model S und Hund nach Portugal

Manuela Rebanda, Uwe Merse und Hündin Luna

von Uwe Merse

Wie jedes Jahr zur Urlaubszeit sind wir auch dieses Jahr in die Heimat meiner Frau gefahren: 5.400 Kilometer in drei Wochen mit einem 2014er Tesla Model S85 von Deutschland über die Niederlande, Belgien, Frankreich und Spanien bis nach Portugal und zurück. Wir, das sind Manuela und Uwe sowie unsere Hündin Luna.

Seit 30 Jahren machen wir das gemeinsam, in der Vergangenheit mit Verbrennern und auch gerne mal mit einem 750-Kilogramm-Anhänger, seit dem Sommer 2019 mit dem Tesla Model S85. Das Model S85 haben wir gebraucht von Tesla gekauft und im November 2018 direkt in Tilburg abgeholt. Seit dieser Zeit macht uns das Fahrzeug einfach nur pure Freude.

Ladestopp am Supercharger Moers

So ging es an einem Samstag um 5 Uhr morgens los. Wir nutzten die Ladezeiten an den Superchargern für ausgiebiges Frühstücken, Mittagessen, Picknicks oder einfach zum Beine vertreten und Gassi gehen, so auch an unserem ersten Ladestopp am Supercharger Moers.

Danach ging es weiter in Richtung Niederlande über Belgien und Frankreich mit einigen Ladestopps. In Frankreich, ziemlich genau zur Hälfte der Strecke, haben wir unseren ersten Reisetag mit einer Übernachtung abgeschlossen, in einem Hotel in Poitiers in der Nähe des Superchargers.

Sonntag um 5:30 Uhr fuhren wir Richtung Spanien. Die Supercharger waren relativ frei und wie immer funktionierten sie ohne Probleme. Die Wahrscheinlichkeit, mit einem Tesla nicht laden zu können oder irgendwo zu stranden, ist gleich Null.

Auf der Fahrt diskutierten wir darüber, ob unser nächstes Auto wieder ein Tesla wird. Die Diskussion endete allerdings sehr schnell, weil Manuela den Standpunkt hat, dass ihr nichts anderes ins Haus kommt. Auch das Argument, dass Tesla vielleicht die Supercharger für andere Marken öffnet und man so flexibler in der Wahl des Fahrzeugs wäre, lehnt sie ab. Sie hat so gute Erfahrungen mit Tesla gemacht, dass sie nichts anderes mehr möchte. Sie fragt sich, wie man eine Fahrt nach Portugal ohne einen Tesla schaffen soll. Simulationen mit verschiedenen E-Autos im Routenplaner lassen erahnen, dass es sehr abenteuerlich werden würde.

In Spanien angekommen, ging es zum Laden an den Supercharger Brugos. Leider gibt es hier nur acht Stalls und der Parkplatz bietet zwar mehreren hundert Fahrzeugen Platz, dennoch ist er an Sonntagen völlig überbelegt und selbst die Zufahrten werden zum Parken genutzt. Da die Ladeplätze am Ende des Parkplatzes liegen, ist es ein sehr schweres Unterfangen, halbwegs schadlos dorthin und weg zu kommen. Wenn möglich, kann man nur empfehlen, ihn zu meiden.

Im weiteren Verlauf der Reise ging es ohne Probleme bis zu unserem Ziel. Das Laden war wie immer eine sehr entspannte Sache. Auch die längeren Landstraßenfahrten in Spanien machen so richtig Spaß.

Am Ziel angekommen – in Manuelas Heimatort Mazouco, in der Region Trás-os-Montes am Fluß Rio Douro, in der doch recht ländlichen Region im Norden Portugals direkt an der spanischen Grenze – stellt sich natürlich immer die Frage, wie man am besten den Akku aufladen kann. Während der ersten Reise nach Portugal mit dem S85 habe ich die leidliche Erfahrung gemacht, dass es vor Ort in der Garage an Schuko über den Tesla UMC Ladeziegel nicht funktioniert. Der versagt dort einfach seinen Dienst. Zum Glück habe ich aber immer den go-eCharger dabei, der mit seinem Schuko Adapter hervorragend funktioniert. Da das Auto die ersten zwei bis drei Tage nicht gebraucht wurde, konnte er mit 5 bis 8 Kilometern pro Stunde in Ruhe am Schuko Stecker nuckeln.

Laden mit go-eCharger und Schuko Adapter
Ladesäule in Portugal

Inzwischen gibt es selbst in Portugal auf dem Land in relativ kleinen Orten aber auch 22 kW Ladesäulen, sehr zu unserer Freude auch im Nachbarort. Das Laden an öffentlichen Ladesäulen ist etwas speziell, da man dafür eine portugiesische Ladekarte von einem portugiesischen Ladeanbieter benötigt. Deutsche Ladekarten sind nicht zu gebrauchen.

Nach ein paar Tagen entspannten und sehr ruhigen Aufenthalts auf dem Land ging es weiter Richtung Porto. Porto ist für uns über die Jahre hinaus immer wieder eine aufs Neue faszinierende Stadt. Die sehr freundliche und aufgeschlossene Art der Bewohner und das Ambiente mit seiner bunten und wunderschönen Altstadt, gelegen am Ufer des Rio Douro, gefällt uns unheimlich gut.

Die Cafés und Restaurants sind sehr einladend und bieten kulinarische Genüsse, die man nicht mehr missen mag, wie die für Porto typische Francesinha oder die tollen Kuchen und Gebäcke.

Costa Nova do Prado

Aber auch andere Orte haben ihren Reiz, so die Gegend um Aveiro. Hier waren wir in Costa Nova do Prado an der Praia da Costa Nova mit seinem wunderschönen Ambiente und den bunten, gestreiften Häuschen.

Aveiro

Auch nach Aveiro hat es uns hingezogen, die Stadt, die auch das Venedig Portugals genannt wird, wegen seiner Kanäle mit den bunten Booten (Moliceiros). Sehr zu empfehlen ist auch ein Bummel durch die Stadt und der Kauf des in Aveiro hergestellten Meersalzes.

Leider war der Urlaub für uns mal wieder viel zu kurz. Natürlich haben wir sehr viel mehr unternommen. Alles zu beschreiben würde die Seiten eines Magazins füllen. Die Fahrt im Tesla nach Portugal und wieder zurück war dank der Supercharger total einfach, völlig problemlos, komfortabel und wegen des für uns immer noch freien kostenlosen Ladens auch sehr günstig.

Für mich ist die Frage, wohin geht es nächstes Jahr in den Urlaub? Schon beantwortet… nach Portugal.

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Veröffentlicht in Tesla

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