Vom 30. März bis 11. April 2026 Schottland zu durchqueren und dabei möglichst viel Sehenswürdiges zu erleben war die grundsätzliche Challenge. Eine spannende Reise von insgesamt 4.870 Kilometern bei überwiegend tollem Wetter sollte beginnen. Mit dem Model X ging es durch den Eurotunnel. Es galt, sich links im Straßenverkehr einzuordnen und mit Hilfe der Tesla-eigenen KI Grok einen hohen Erlebnishorizont zu erreichen und vor allem die sinnvollsten Routen zu planen


Grundsätzlich benötigten wir viel Geduld mit der KI. Grok wollte oder konnte uns nicht immer gut verstehen, so zumindest der gemeinsame Eindruck.
So entgegenkommend es beispielsweise erscheinen mag, dass uns die freundliche Stimme von Eve immer wieder in der Landessprache begrüßte, so häufig mussten wir sie daran erinnern, dass wir Deutsch bevorzugten. Grok kam im Großen und Ganzen den Aufforderungen nach, uns in der Nähe bestimmter Zielorte Unterkünfte oder Ausflugsziele zu empfehlen. Diese wurden dann in die jeweiligen Routen eingebunden. Auch die Beratung über die Qualität von Destinationen war erwartungsgemäß detailliert und Grok konnte uns zuweilen sogar vor Ort mit konkreten Wegbeschreibungen ab dem Parkplatz weiterhelfen.
Die verwendete Grok Beta, mit dem T&Emagazin -Account von X verbunden, dokumentierte Gespräche auf dem Handy. Im Fahrzeug musste nach jedem Stopp allerdings die Konversation bei Null begonnen werden und auf die Aufzeichnungen griff die KI nicht zurück. Das führte zu einem gebetsmühlenartigen Vortragen unserer Wünsche. Das ständige ins Wort fallen ging uns dabei aber gelinde gesagt ganz schön auf den Sender, denn Grok musste permanent daran erinnert werden, dass wir gerne ausreden und nicht jede Idee über einen Zwischenstopp direkt in die Route eingebaut oder im Detail beschrieben haben wollten. Wie wir erst im Nachgang realisierten, hätten wir verschiedene Interaktions- und Gesprächsmodi gehabt, welche die Nutzung vielleicht angenehmer gemacht hätten.
Bisweilen gab Grok zudem schlichtweg blanken Unsinn zum Besten, der in keiner Form auch nur annähernd unserer Anfrage entsprach, teilweise nicht einmal an sich Sinn ergab. Dies sorgte ebenso – wie das zuweilen Nervenaufreibend Dazwischengequatsches zumindest meistens – für verzweifelte Erheiterung. Der vorgetragene Unfug war meistens zu abwegig und eindeutig erkennbar, um den Reiseverlauf zu beeinträchtigten.
Schön war aber, dass die Routenplanung im Affenzahn möglich war und dabei auch die Tesla Supercharger passend eingebaut wurden. Wenn die Route stand, war sie dann ja auch im Tesla gespeichert und wir konnten Grok bitten, die gespeicherte Route beim nächsten Anlauf zu berücksichtigen.
Für die Unterkünfte nutzten wir parallel booking.com und ließen uns von Grok auch Einschätzungen zu den hier gefunden Lokalitäten und deren Umgebung geben. Das würden wir beim nächsten Mal grundsätzlich ähnlich handhaben, allerdings das eher dürftige B&B-Angebot bei booking.com unter Hinzuziehung weiterer Portale ergänzen wollen.
Während des gesamten Reiseverlaufs wurde nur drei Mal jenseits des in Großbritannien gut ausgebauten Supercharger-Netzes geladen. Lediglich ganz im Norden Schottlands und auf der Insel Skye musste sich anderweitig und dann zu horrenden Preisen beholfen werden. Umgerechnet in Euro mussten 85 Cent pro kWh bezahlt werden.


Der Bericht von unserer Schottland-Reise geht nächste Woche an dieser Stelle weiter !
Der Beitrag stammt aus der aktuellen Ausgabe 30 des T&Emagazins.
Und das sind die Themen der 30. Ausgabe:
- Neues aus der Tesla Welt
- Die Revolution der Patentstrategie bei Tesla
- Grünere Energienetze dank Einsatz von KI
- Die Herausgeber: Elektrische von Paris nach Dakar und zurück
- Neues zur Elektrischen COMMUNITY 2026
- Strombock: Höhere Benzinpreise, der perfekte Moment für den Umstieg !
- Unser Manifest und Petition für eine zukunftsorientierte Transformation Deutschlands
- Reisebericht: Mit Model X & Grok durch Schottland
- Die Herausgeber: Tesla Fahrer & Freunde e.V.
- Powerwall 3P: Erstmals dreiphasiger Heimspeicher von Tesla
- Besuch im Geothermiekraftwerk
- Fanboy: Terafab




