Model S 2013 vs Model 3 2020

Tesla Model S und Model 3
Die Kontrahenten

Das Tesla Model 3 ist ein überragendes Fahrzeug. In seiner Long Range Version wird es mit 560 Kilometern Reichweite nach WLTP angepriesen. Bei meiner zügigen, nicht all zu sparsamen Fahrweise komme ich damit durchaus 450 Kilometer weit. Das ist meine bescheidene Erfahrung, nach gerade einmal 5 Wochen und gut 6.000 Kilometern Fahrpraxis.

Mein Model S von 2013 wurde mal mit der Herstellerangabe 502 Kilometer verkauft. In diesen Sphären war ich allerdings nie unterwegs. Ich kaufte es gebraucht. Nach einem Akkutausch vor eineinhalb Monaten werden derzeit bei voller Ladung noch 360 Kilometer angezeigt. Auch mit diesem Fahrzeug bin ich auf der Langstrecke nicht gerade „ökologisierend“ unterwegs und komme daher eher auf eine reale Reichweite zwischen 250 und 300 Kilometern. Mein Fahrstil ist dabei sicherlich ungewöhnlich. Wo es geht, fahre ich so schnell es geht und lass dann auf „N“ umgestellt ausrollen. Meine Durchschnittsgeschwindigkeit ist dadurch – je nach Verkehrslage – recht hoch. Rekuperation meide ich eher. Denn Ausrollen ist in jedem Fall effektiver, als die Bremsenergie in den Akku zurückzugewinnen und dann wieder Fahrt aufzunehmen und dabei gegen den Rollwiderstand anzukämpfen.

Bei der Fahrzeugabholung in Frankurt am Main konnten der YouTuber Michael Schmitt und ich die beiden Fahrzeuge direkt vergleichen. Ein Model 3 2020 Long Range und ein Model S 85 gingen buchstäblich ins Rennen. Michael Schmitt nennt so etwas „Verbrauchs-Vergleichsfahrt.“ Auch die anschließende Ladeleistung am Allego-Charger sollte überprüft werden. Erstmals in meiner nunmehr 6-jährigen E-Mobilitäts-Geschichte durfte ich als Free-Supercharging verwöhnter Tesla-Halter meine Maingau-Ladekarte benutzen. Der Spaß kostete für beide Fahrzeuge knapp 25 Euro. Eine neue Erfahrung.

Auf dem YouTube-Kanal von Michael Schmitt ist ein Video zum direkten Vergleich der beiden Autos zu finden.

Es sei an dieser Stelle schon mal verraten: Das 7 Jahre alte Model S schlägt sich im Hinblick auf Effizienz überraschend gut. Die “Teststrecke” von 64 Kilometern fuhr das M 3 in 21 Minuten, das M S in 23 Minuten. Dies resultierte aus der Geschwindigkeit. Die lag beim Model S bei durchschnittlich 167 und beim Model 3 bei 180,2 km/h. Während das Model S laut Herstellerangaben 210 km/h fährt, hat das Model 3 eine Höchstgeschwindigkeit von 233 km/h. Kein Wunder, dass Michael Schmitt zwei Minuten vor mir am Ziel war.

Der Verbrauch gemäß Ladesäulenanzeige lag beim neuen Fahrzeug bei 37,81 kWh und beim älteren bei 36,12 kWh. Der Durchschnitt auf 100 kWh wurde mit 54,80 beim Model 3 gegenüber 52,34 kWh beim Model S gemesen.

Laut Anzeige hatte das Model 3 beim Start einen Akkustand von 85 und am Ziel von 37 Prozent, was laut Bordcomputer 47 kWh ergab. Das Model S war mit einem Akkustand von 94 Prozent am Start- und 43 Prozent am Zielort, das ergab 43,90 kWh.

Das Model 3 ist mit Michelin Pilot Sport 3, 235/45ZR18 bereift, das Model S mit Conti Sport Contact 245/25R21 auf The New Aero Felgen. Das Model 3 trug im Testverlauf die Tesla Standard-Felgen, allerdings ohne die den Verbrauch ohne Zweifel schönenden Radkappen.

Warum ich mir neben dem Model S auch noch ein Model 3 gekauft habe, verrate ich in diesem Beitrag.

T&Emagazin-Verleger Timo Schadt vor seinem Model S. Fotos: Michael Schmitt
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Veröffentlicht in Tesla

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