Tesla unwürdig!

Erfahrungsbericht aus dem Delivery Center Falkensee

Unternehmer Oliver Bornemann – alias Teslaolli – aus Neustrelitz hat sich dafür entschieden einen Tesla zu fahren. Er hat sich lange auf die Auslieferung gefreut und bekam diese – in Korona-Zeiten – mehrfach verschoben. Im Nachfolgenden schildert der 44-jährige seine Erlebnisse, als es dann endlich soweit war:

Am 15.04.2020 um 14.30 Uhr sollte die Stunde der Wahrheit und die Übergabe meines Tesla Model S Performance im Delivery Center Berlin – Falkensee sein.

In einem riesigen und trostlosen Gewerbegebiet im Berliner Vorort Falkensee begaben wir uns auf die Suche nach der Chemnitzer Straße 22, wo sich das Tesla Delivery Center befinden soll.

Als erstes entdeckten wir einen verunkrauteten Parkplatz mit lauter abgemeldeten Fahrzeugen insbesondere abgemeldete Tesla.

So wussten wir zumindest, dass wir uns der „Zeremonie“ nähern würden und sahen einige hundert Meter weiter BLG Logistics und ein Pförtnerhäuschen, wo wir uns sofort hinbegaben.

Hier teilte man uns freundlich, aber bestimmt mit, dass wir das Auto auf dem Parkplatz zu abzustellen, vor dem Drehkreuz nebenan zu warten haben, bis wir abgeholt werden. Zudem sei es strengstens verboten, auf dem Gelände zu fotografieren oder zu filmen.

Am Drehkreuz, etwa 100 Meter vor der riesigen Logistikhalle, wurden wir von einem sehr netten Tesla-Mitarbeiter (mit Basecap nach hinten) sportiv abgeholt.

Da er seine Chipkarte vergaß, mussten wir unter der Schranke durchklettern. Das taten wir natürlich äußerst athletisch…

Wir gingen dann zur Halle, entlang an etlichen Model 3 und S und standen natürlich vor verschlossener Tür – logisch ohne Chipkarte – und warteten auf Einlass in die Halle.

Voller Erwartung traten wir nach kurzer Zeit durch die Tür und standen in einer riesigen Logistikhalle mit Hochregalen, wo man etwa 200 Quadratmeter für Tesla frei geräumt hatte, links sechs Tesla in Reih und Glied für die Auslieferung und rechts drei Sessel und ein Counter mit schwarzen Tuch umrahmt und ein Fernseher ohne Funktion.

Nach dem Austausch der Papiere übergab man uns die beiden Schlüssel und sagte mir, dass das Fahrzeug vor der Halle geparkt sei und ich es mir schon mal anschauen könne sowie meine persönlichen Einstellungen vornehmen könne. Er käme dann gleich noch dazu, um sich die Unterschrift zur Übergabe abzuholen!?

Lange Rede, kurzer Sinn und nach Luft schnappend, befolgten wir seine Anweisung und übernahmen das Tesla Model S Performance und klemmten erst einmal die Nummernschilder an.

Gibt es eigentlich irgendwelche Standards bei Tesla für ein Delivery Center und die Art und Weise der Übergabe? Auf jeden Fall für einen „Neukunden“ – auch nach unzähligen Berichten und Videos – ein absolutes Erlebnis!

Gerade der Erfolg einer Marke sollte doch den Ansporn bieten, noch besser zu werden respektive in Berlin Falkensee erstmal Basics zu erlangen- insbesondere als Hauptstadt Delivery Center. Aber zurück zum eigentlichen Thema:

Das Auto war leider nicht aufbereitet. Innen total dreckig und voller Spuckflecken.

Dazu muss man erwähnen, dass es sich um ein Ausstellungsfahrzeug aus der Mall of Berlin handelt und dort mehrere Monate lang besichtigt wurde.

Gerade in der Pandemie-Zeit sehr unschön. Außen war es gewaschen und okay.

Das Auto hat die typischen kleinen optischen Mängel, wie Spaltmaße, kleine Lackstellen und nicht perfekt einpasste Motorhaube und Kofferraumklappe, ein Loch in der Türdichtung, ein quietschender Fahrersitz und ein nicht korrekt eingepasster Frontscheinwerfer.

Der größte Mangel waren für mich die Sauberkeit innen und dass das Fahrzeug keine Verbindung zum Internet hatte, da es scheinbar Probleme mit dem Modem gibt, welches die LTE-Verbindung herstellt.

Dieses wusste Tesla auch, da das Fahrzeug von der Mall of Berlin zum Service Center wohl auf der eigenen Achse gefahren wurde…

Somit musste das Auto ein paar Tage später nochmal in das Service Center Berlin und das Modem upgedatet werden, da man over the air oder mit dem Ranger das Problem wohl aktuell nicht lösen konnte. Hierzu bedarf es wohl eines spezialisierten Technikers aus den USA,  der sich mit dem Auto im Service Center verbindet.

Da stellt sich schon die Frage, ob man das Auto dann so ausliefert oder ob man erst das Modem wieder online stellt?

Gleiches gilt auch für das große Fach der Mittelkonsole, wo sich das Schiebeelement nicht arretieren lässt. Auch diesen Mangel kannte man und hat ihn leider nicht behoben.

Wenn man dann noch bedenkt, dass Tesla in Berlin über vier Wochen gebraucht hat, um das Fahrzeug, welches physikalisch in Berlin war, auszuliefern und dann nicht mal vor Auslieferung ein Ausstellungsfahrzeug überprüft, dann ist das einfach nicht in Ordnung und wirft kein gutes Licht auf das „Berliner Quality Management“.

Sollte nicht gerade ein Ausstellungsfahrzeug in einem „perfekten“ Zustand sein und neue Kunden für die Marke Tesla generieren oder möchte man ehrlich und unverblümt den aktuellen Stand der Fertigung präsentieren?

Mich macht das Ganze überhaupt nicht zornig, auch wenn ich für kurze Zeit emotionalisiert war, sondern vielmehr sehr traurig, dass man ein so tolles und modernes Auto mit so wenig Empathie und Leidenschaft übergibt.

Hier sollte Tesla sich vielleicht ein wenig den Märkten anpassen. Es würde durch die positive „Mund zu Mund“-Propaganda sicherlich die Quartalszahlen und die Aktie noch weiter steigen lassen.

Stay Tuned und bleibt positiv – ich bleibe es auch und genieße trotzdem meine „White Mamba“.

Euer Teslaolli

alias Oliver Bornemann

 

Teslaolli Social Media

Facebook

Instagram

Youtube-Linkung zum Auslieferungsvideo

Anzeige

Anzeige

Wer sich mit Hilfe des Empfehlungscodes ts.la/timo236 einen neuen Tesla kauft, erhält kostenloses Supercharging für 1.500 km. In diesem Zuge kann man Geld und CO₂ sparen und den T&Emagazin-Verleger Timo Schadt unterstützen, denn auch er bekommt dann kostenloses Supercharging für 1.500 km und nimmt zusätzlich an einer Verlosung bei Tesla teil.


Veröffentlicht in Tesla

4 Gedanken zu „Tesla unwürdig!

  1. Am 17.03.2020 konnte ich mein M3 long range in weiß in Falkensee abholen. Es sollte eine Fahrt mit der U-Bahn nach Spandau und von dort mit dem RE nach Falkensee werden. Mit der Zulassung und den KFZ-Kennzeichen im Rucksack zu Fuß bei herrlichem Sonnenschein zu delivery center. Knapp 30 Minuten später an der Anmeldung, kurzer Anruf vom Wachmann und kurz darauf bin ich von einem freundlichen jungen Tesla Mitarbeiter abgeholt worden. Die Belehrung vom Filmverbot und Corona Auflagen waren ja keine Überraschung. Abgleich der Papiere in der Lagerhalle, dann zum Auto geführt. Was soll ich sagen, alles top und bis auf einen nicht ganz bündig montierten rechten hinteren Reflektor nichts zu beanstanden.
    Ich bin zufrieden und heute kam der mobile Service zu mir und hat das behoben. Vielen Dank an Tesla.

  2. Was soll dieser oberlehrerhafte Kommentar? Dann hat er eben ohne Genehmigung fotografiert. Haben Sie das zu bemängeln? Ich verstehe das nicht. Gerade eben habe ich mich beim T&E Magazin registriert und schon muss ich – wie in allen anderen Foren – erleben, wie einer den anderen rügt und zurechtweist. Sind Sie dazu autorisiert? Schlagen Sie meinetwegen Ihre Kinder, aber unterlassen Sie bitte das Zurechtweisen erwachsener Menschen!

    Übrigens: Nach meinem Eindruck sind die Fotos von außerhalb des Geländes gemacht …!

    Kurt Halstenberg

  3. Hmm, Sie schreiben und sagen, dass Sie davon unterrichtet wurden, bitte nicht auf dem Gelände zu Filmen und Fotos zu machen und dennoch posten Sie eben solche Aufnahmen…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.