Z wie zu Hause laden

Foto: Martin Hund

Die Möglichkeit des Ladens zu Hause an der eigenen Steckdose ist für viele Autofahrer ein Schlüsselkriterium für die Anschaffung eines Elektroautos. Auf dem eigenen Grundstück hat das Auto oft die längste Standzeit und der Hausstromtarif ist meist eine günstige Option. Bereits eine normale Steckdose erlaubt für viele Tagespendler, die verbrauchte Menge an Strom über Nacht wieder nachzuladen. Wer mehr Anschlusskapazität hat, kann noch schneller den Akku wieder auffüllen

AnschlussartAnzahl Phase, Spannung und maximaler
Dauerstrom
Maximale
Dauerleistung (ohne Schieflast)
Ladedauer eines 50kWh Akkus (ohne Verluste)
Normale Haushalts-SteckdoseEine Phase 230 Volt empfohlen maximal
12-13 Ampere
2,76 bis 2,99 kWca. 18 Stunden
Camping-Steckdose blauEine Phase 230 Volt 16 Ampere3,68 kW14 Stunden
Drehstromsteckdose rot 16Drei Phasen 230 Volt 3x 16 Ampere11 kW14 Stunden

Eine fest angeschlossene Ladeeinrichtung (Wall Charger) mit eigenem Ladekabel zum Auto bietet den maximalen Komfort, weil man nach der Ankunft nur kurz das Kabel ins Auto steckt und nicht im Kofferraum nach mitgeführten Verbindungsleitungen suchen muss. Zur Beratung und Montage sollte man als Nichtfachmann unbedingt auf den Elektriker seines Vertrauens zugehen.

Alle dargestellten Anschlussarten nutzen Wechselstrom (AC) zum Laden, der dann von einem sogenannten Gleichrichter im Auto erst umgewandelt wird. Dieser Gleichrichter kann aufgrund seiner Dimensionierung die maximale Ladegeschwindigkeit zusätzlich begrenzen. Das bei Langstrecken bevorzugte Gleichstromladen (DC) erfolgt deutlich schneller, weil der Akku im Auto direkt befüllt wird. Aber Gleichstromladesäulen sind Stand heute für den Heimeinsatz zu teuer und aufwändig.

Foto: Martin Hund

Besonders interessant wird das Laden zu Hause, wenn man eine eigene lokale Stromerzeugung verbaut hat, wie zum Beispiel eine Photovoltaik-Anlage, die den Strom aus Sonnenenergie generiert. Dadurch lässt sich insbesondere an sonnenreichen Tagen ein Teil des Energiebedarfs abdecken, ohne den Strom aus dem Netz beziehen zu müssen.


ABC der E-Mobilität – macht mit!

In einer neuen Rubrik auf T&Emagazin.de werden wir fortan Beiträge aus dem ABC der E-Mobilität von Martin Hund veröffentlichen. Zu jedem Buchstaben des Alphabets gibt es ein Stichwort aus der Elektromobilität. Wer das ABC in gedruckter Form lesen möchte: der erste Teil (Buchstaben A bis O) ist erschienen in der 6. Ausgabe des T&Emagazins, der zweite Teil (Buchstaben P bis Z) in der 7. Ausgabe.

Da wir dieses Konzept so toll finden, soll das E-Mobilitäts-Alphabet danach mit euren Beiträgen weitergehen! Ein umfangreiches Lexikon der E-Mobilität kann so entstehen.

Wenn ihr einen kurzen Beitrag zu einem Buchstaben habt, schickt ihn doch an community@temagazin.de. Natürlich veröffentlichen wir ihn unter euren Namen und, wenn ihr wollt mit Link zu eurer Webseite, Social-Media-Profil, YouTube-Kanal… Überprüft aber bitte in den jeweiligen Ausgaben, ob das Thema schon aufgegriffen wurde.

Grafik: Sabrina Hund
Anzeige

Veröffentlicht in ABC

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.