Kommen Superkondensatoren auf Graphen-Basis?

Der größte Feind der E-Mobilität ist der Reichweiten-Mythos. Den Verbrenner kann man ja an einer der gefühlt Millionen Tankstellen 24/7 in kürzester Zeit voll machen. Während E-Mobilisten auf eine angeblich unzureichende Ladeinfrastruktur zurück greifen müssen. Die Realität sieht anders aus: Steckdosen gibt es überall. Die meisten Fahrprofile machen sinnfreies Warten beim Ladevorgang gar nicht nötig: Das E-Auto wird einfach zuhause gestöpselt, beim Einkaufen oder während der Arbeit. Lediglich die, die länger auf Reisen sind müssen gegebenenfalls mal ein wenig Zeit totschlagen. Die 1.000 Kilometer die der Verbrenner ohne Zwischenstopp ermöglicht treffen bekanntlich auf die Realität der menschlichen Bedürfnisse auf Nahrungsaufnahme und -Ausscheidung.

Doch nun zum eigentlichen Thema: Dem oben genannten Mythos wollen Fahrzeugherstellung mit reichweitenstarken Batterien entgegen treten.

Tesla lieferte diesbezüglich beim sogenannten Battery Day eine steile Vorlage und will jetzt auch noch die größte Batterie-Fertigung der Welt in Deutschland realiseren. Auch bei vielen anderen dreht es sich um hoch effiziente Akkumulatoren. Themen wie Rohstoffbeschaffung und „schwierige“ Abbaubedingungen spielen natürlich mit hinein. Auch hier gibt es so manche Mythen.

Batterien sind jedenfalls der Flaschenhals im exorbitanten Wachstum der Elektromobilitäts-Branche. Von daher liegt bei der Forschung und bei Visionen zu neuen leistungsstärkeren und umweltschonenderen Batterien die große Hoffnung.

Überlegungen zielen da teils auf ganz andere, bisher nicht verwendeten Werkstoffen ab. Einer davon ist Graphen.

Foto: First Graphene

„Der Weg dürfte dabei über so genannte Superkondensatoren führen, bei deren Verbesserung der Wunderwerkstoff Graphen eine wichtige Rolle spielen könnte – und damit auch der kleine, australische Graphenproduzent First Graphene“ , schreibt goldinvest.de

Das First Graphene Produkt PureGRAPH weise laut Tests nach, dass mit Metalloxid dekorierte Graphene eine signifikant höhere Kapazität pro Flächeneinheit hätten als die derzeit in Superkondensatoren gebräuchlichen Aktivkohle-Materialien.

Im Gegensatz zu rein chemischen Batterien bei denen Abläufe zwischen Kathode und Anode sich im Laufe ihrer Daueranwendung verlangsamen ermöglichen Superkondensatoren, die auf der elektrischen Doppelschichtkapazität (EDLC) basieren, ein schnelles Laden und Entladen mit hoher Leistungsdichte. Hier kommt auf Grund der großen Oberfläche in der Regel Aktivkohle zum Einsatz. In Kombi mit chemischen Reaktionen kann innerhalb des Geräts eine Ladungstrennung erfolgen. Das macht Superkondensatoren nicht nur stabiler sondern auch sehr langlebig und Reichweiten stark. Die Universität Manchester habe dazu einen Weg entdeckt und First Graphen sei es gelungen, „dieses bahnbrechende Verfahren aus dem Labor in größere Maßstäbe zu übertragen“, berichtet goldinvest.de.

Das australische Unternehmen First Graphen habe laut dem Internetportal mit der Warwick Manufacturing Group in Großbritannien – einem der weltweit führenden Labore für Batterie-Tests – verschiedene Untersuchungen durchgeführt. Bei denen habe sich gezeigt, dass durch den Einsatz von mit Oxiden „beschichteten“ Graphenmaterialien in Superkondensatoren im Vergleich zur herkömmlichen Aktivkohle tatsächlich klare Leistungssteigerungen erzielt werden konnten.

Damit könnte dem First Graphene PureGRAPH-Produkt eine große Zukunft blühen.

Auf der Homepage von First Graphene ist dazu zu lesen:

„Diese Technologie basiert auf neuem Technologie-Design und neuartigen Materialien. Graphen hat das Potenzial sowohl Batterien als auch Superkondensatoren zu beeinflussen.

PureGRAPH Graphen Produkte haben eine Hohe Leistungsstärke, sind einfach zu entsorgen und stark leitende Grapheme Plättchen sind ideale Zusätze in Elektroden für Batterien und Superkondensatoren.“

An der Börse findet gerade ein Hype um Elektromobilitäts-Anbieter wie Tesla und andere statt. Auch Rohstoffwerte, zum Beispiel Nickel- und Lithium-Lieferanten, profitieren davon.

Dem Pennystock First Graphene geht es nicht anders. Seit dem Monatsanfang stieg die Aktie um 100 Prozent.

 


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