

Balkonkraftwerke sind inzwischen erstaunlich günstig. Wer den tagsüber erzeugten Solarstrom jedoch für den Abend speichern möchte, zahlt für den Akku schnell mehr als für Module und Wechselrichter zusammen. Umso wichtiger ist die Frage: Was leisten die angebotenen Speicher tatsächlich – und für wen rechnet sich die zusätzliche Investition?
Im aktuellen Video der Woche lässt die Redaktion von home&smart sieben Plug-and-Play-Speicher unter vergleichbaren Bedingungen gegeneinander antreten. Gemessen wird nicht nur, wie viel Solarenergie die Geräte aufnehmen, sondern auch, wie viel davon später im Haushalt ankommt.
Das Ergebnis überrascht: Der Zendure SolarFlow 800 Pro gewinnt beide Teildisziplinen und damit den Feldtest. Der Anker SOLIX 3, der in früheren Vergleichen noch weit vorne lag, landet dagegen auf dem letzten Platz.
Doch der Testsieger ist nicht automatisch für jeden Haushalt die beste Wahl. Kapazität, Verbrauchsprofil, Notstromfunktion, App, Aufstellort und Preis können wichtiger sein als der Abstand in einem kurzen Leistungstest.
Sieben Speicher zwischen 1,92 und 5 Kilowattstunden
Das Testfeld umfasst kompakte Systeme für klassische Balkonkraftwerke ebenso wie große Speicher, die bereits in den Bereich kleiner Heimspeicher hineinreichen.
| Modell | Grundkapazität | Besonderheit im Video |
|---|---|---|
| Zendure SolarFlow 800 Pro | 1,92 kWh | kompakte Bauform und kompatible Zusatzakkus |
| Jackery SolarVault 3 Pro | 2,52 kWh | hohe PV-Eingangsleistung und integriertes Schutzsystem |
| EcoFlow STREAM Ultra X | 3,84 kWh | zwei Backup-Steckdosen mit zusammen bis zu 2.300 Watt |
| SunEnergyXT 500 | 5,0 kWh | größte Grundkapazität und bis zu 2.400 Watt am Backup-Ausgang |
| Solakon ONE | 2,11 kWh | günstiger Preis und in Deutschland entwickelte App |
| FoxESS Avocado 22 Pro M | 2,11 kWh | Temperaturüberwachung und integriertes Löschsystem |
| Anker SOLIX 3 | rund 2,7 kWh | weit ausbaubares, bereits etabliertes Speichersystem |
Nach Angaben im Video verfügen alle sieben Geräte über vier MPPT-Eingänge und ein IP65-Gehäuse. Die meisten Systeme können mit zusätzlichen Batteriemodulen erweitert werden.
Alle Testgeräte wurden von den Herstellern kostenlos bereitgestellt. Vorhandene Zusatzakkus dienten lediglich der Veranschaulichung und wurden für die Bewertung herausgerechnet. Diese Offenlegung ist wichtig, weil sie die Einordnung des Tests erleichtert.

So wurde der Feldtest durchgeführt
Für den Ladetest erhielt jeder Speicher ein Solarmodul mit 500 Watt Nennleistung. Die Geräte standen gleichzeitig am selben Standort bei Karlsruhe. Über drei Stunden erfasste die Redaktion den Ladefortschritt, die eingespeiste Energie und die aktuelle Sonneneinstrahlung.
Anschließend folgte ein separater Entladetest. Dafür wurden die Speicher angewiesen, mit 800 Watt in das Hausnetz einzuspeisen, bis 50 Prozent ihrer jeweiligen Grundkapazität abgegeben worden waren. Ein zurückgesetzter Stromzähler erfasste, wie viel Energie tatsächlich ankam.
Laden und Entladen flossen zu gleichen Teilen in die Gesamtwertung ein. Das jeweils beste Ergebnis erhielt zehn Punkte, die übrigen Geräte wurden daran gemessen. Das vollständige Vorgehen und seine Grenzen beschreibt home&smart in einer eigenen Dokumentation des Testverfahrens.
Der Aufbau ermöglicht einen anschaulichen direkten Vergleich. Ein Labortest oder eine Langzeituntersuchung ist er allerdings nicht. Wetter, Softwareversion, Temperatur, Ladezustandsanzeige und Regelverhalten können die Resultate beeinflussen.
Auch der Entladetest mit konstanten 800 Watt bildet den Alltag nur teilweise ab. Nachts müssen Speicher häufig lediglich eine Grundlast von 100 bis 150 Watt abdecken. Gerade bei solchen niedrigen Leistungen können sich die Wirkungsgrade deutlich unterscheiden. Wie relevant dieser Punkt ist, zeigt die Stromspeicher-Inspektion der HTW Berlin: Bei einem dort untersuchten Heimspeicher lag der Wechselrichterwirkungsgrad bei einer Abgabe von 100 Watt lediglich bei 54 Prozent. Die Ergebnisse lassen sich zwar nicht direkt auf Balkonkraftwerk-Speicher übertragen, verdeutlichen aber die Bedeutung von Messungen im Teillastbereich.

Beim Laden setzt sich Zendure deutlich ab
Im dreistündigen Ladetest holt der Zendure SolarFlow 800 Pro die größte Energiemenge aus dem angeschlossenen Modul. Dahinter folgen der EcoFlow STREAM Ultra X und der Jackery SolarVault 3 Pro.
Überraschend schwach schneidet der Anker SOLIX 3 ab. Obwohl das System in früheren Tests überzeugen konnte, nimmt es unter den Bedingungen dieses Feldversuchs am wenigsten Energie auf.
Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Speicher grundsätzlich ineffizient arbeitet. Ein kurzer Vergleich kann immer nur die getestete Konfiguration, Firmware und Situation abbilden. Für eine Kaufentscheidung wären zusätzliche Messungen bei schwächerer Einstrahlung, unterschiedlichen Temperaturen und über mehrere Jahreszeiten hilfreich.

Beim Entladen verschiebt sich das Bild
Zendure liegt auch bei der Energieabgabe an der Spitze. Der SunEnergyXT 500 erreicht im Entladetest ebenfalls die volle Punktzahl und kann damit seinen vergleichsweise schwachen Ladewert teilweise ausgleichen.
Beim EcoFlow STREAM Ultra X dreht sich das Ergebnis dagegen um. Nach dem guten zweiten Platz beim Laden weist das Gerät beim Entladen die größte Differenz zwischen der erwarteten und der gemessenen Energiemenge auf. Laut Video kamen in diesem Durchlauf rund 0,4 Kilowattstunden weniger am Messgerät an als erwartet.
Ob diese Abweichung vollständig auf Umwandlungsverluste zurückzuführen ist oder auch die Ladezustandsberechnung beziehungsweise Steuerung des Systems eine Rolle spielte, lässt sich aus einem einzelnen Durchlauf nicht abschließend beurteilen. Für EcoFlow-Interessenten wäre deshalb ein ergänzender Langzeit- oder Labortest besonders relevant.
Das Gesamtranking des Feldtests
Aus den gleich gewichteten Ergebnissen für Laden und Entladen ergibt sich folgende Rangfolge:
| Platz | Speicher | Laden | Entladen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Zendure SolarFlow 800 Pro | 10,00 | 10,00 | 10,00 |
| 2 | Jackery SolarVault 3 Pro | 8,14 | 9,05 | 8,59 |
| 3 | EcoFlow STREAM Ultra X | 9,17 | 7,92 | 8,54 |
| 4 | SunEnergyXT 500 | 6,54 | 10,00 | 8,27 |
| 5 | Solakon ONE | 7,33 | 9,19 | 8,26 |
| 6 | FoxESS Avocado 22 Pro M | 6,87 | 9,10 | 7,98 |
| 7 | Anker SOLIX 3 | 5,83 | 9,08 | 7,46 |
Der Zendure SolarFlow 800 Pro ist damit der klare Sieger dieses Feldtests. Jackery erreicht mit ausgeglichenen Ergebnissen den zweiten Platz. EcoFlow lädt zwar stark, verliert durch das schwächere Entladeergebnis jedoch deutlich.
Bemerkenswert ist auch der geringe Abstand im Mittelfeld: Zwischen SunEnergy, Solakon und FoxESS liegen nur 0,29 Punkte. Hier dürften Ausstattung, Kapazität und Preis für die Kaufentscheidung wichtiger sein als die genaue Platzierung.
Eine Backup-Steckdose ersetzt keine Hausstromversorgung

Mehrere Testgeräte besitzen einen Ausgang, an den elektrische Geräte direkt angeschlossen werden können. Bei einem Stromausfall lassen sich darüber beispielsweise Lampen, Router, Laptop oder Kühlgerät versorgen.
Die höchste Leistung bietet im Vergleich der SunEnergyXT 500 mit bis zu 2.400 Watt. EcoFlow folgt mit insgesamt 2.300 Watt und ist das einzige Testgerät mit zwei Steckdosen. Solakon, FoxESS, Jackery und Anker erreichen laut Video jeweils 1.200 Watt, Zendure 1.000 Watt.
Der häufig verwendete Begriff „Notstrom“ kann allerdings falsche Erwartungen wecken. Die Steckdose versorgt zunächst nur die direkt angeschlossenen Geräte. Sie hält nicht automatisch sämtliche Steckdosen, die Heizung oder andere Stromkreise des Hauses in Betrieb. Dafür wäre eine entsprechend ausgelegte Ersatzstromversorgung mit sicherer Netztrennung erforderlich.
Auch die Aussage, über den direkten Ausgang stehe Leistung „zusätzlich“ zur 800-Watt-Grenze zur Verfügung, muss genau verstanden werden: Der Strom des Backup-Ausgangs fließt nicht als zusätzliche Einspeisung in den Wohnungsstromkreis, sondern unmittelbar zum angeschlossenen Verbraucher.
Für Steckersolargeräte gelten nach Angaben der Bundesnetzagentur weiterhin maximal 2.000 Watt Modulleistung und insgesamt 800 VA Wechselrichterleistung. Maßgeblich ist dabei die höchste technisch wählbare Wechselrichterleistung – nicht lediglich eine in der App eingestellte Drosselung.
Wetterfest bedeutet nicht unverwundbar
Die sieben Speicher arbeiten mit Lithium-Eisenphosphat-Zellen, kurz LFP. Diese Zellchemie gilt als vergleichsweise thermisch stabil. Daraus sollte jedoch nicht abgeleitet werden, dass ein Brand grundsätzlich ausgeschlossen ist.
Beschädigungen, Produktionsfehler, falsche Verkabelung, blockierte Belüftung oder der Betrieb außerhalb der vorgesehenen Temperaturen können auch bei LFP-Systemen Probleme verursachen. Integrierte Temperaturüberwachung und Löschsysteme, wie sie FoxESS und Jackery laut Hersteller einsetzen, sind deshalb sinnvolle zusätzliche Schutzebenen – ersetzen aber keinen geeigneten Aufstellort.
Auch IP65 ist kein Freibrief für jede Außenaufstellung. Die Schutzart bedeutet Schutz gegen Staub und Strahlwasser, nicht gegen dauerhaftes Untertauchen, extreme Hitze oder jede Form von Frostbelastung. Ein trockener, gut belüfteter und möglichst vor direkter Sonne geschützter Platz bleibt empfehlenswert. Entscheidend sind immer die konkreten Aufstell- und Temperaturvorgaben des Herstellers.
Ohne App läuft kaum etwas
Ein weiterer Punkt des Videos betrifft die Software. Sämtliche Testgeräte benötigen eine App für Einrichtung, Leistungssteuerung und Verbrauchsoptimierung.
Solakon und FoxESS beziehungsweise deren Vertriebspartner geben laut Video an, Daten auf Servern in Deutschland zu verarbeiten. Diese Herstellerangabe sollte jedoch nicht mit einer vollständigen Datenschutzbewertung verwechselt werden. Der Standort eines Servers sagt allein noch wenig darüber aus, welche Daten erhoben werden, wer darauf zugreifen kann und welche externen Dienste eingebunden sind.
Vor dem Kauf lohnt deshalb ein Blick auf:
- benötigte App-Berechtigungen,
- verpflichtende Benutzerkonten,
- Speicherort und Umfang der erhobenen Daten,
- lokale Steuerungsmöglichkeiten,
- Unterstützung offener Schnittstellen,
- Funktionsumfang bei einem Ausfall des Cloud-Dienstes.
Ein Speicher kann technisch viele Jahre halten. Ob App, Server und Software ebenso lange gepflegt werden, ist jedoch keineswegs garantiert.
Wie groß sollte der Speicher sein?

Im Video werden 2 bis 4 Kilowattstunden für Anlagen mit 1.500 Watt und mindestens 5 Kilowattstunden für Anlagen mit 2.000 Watt als grobe Orientierung genannt. Diese Zuordnung ist für eine allgemeine Kaufempfehlung zu einfach.
Entscheidend ist nicht nur die Leistung der Solarmodule. Ebenso wichtig sind:
- Ausrichtung und Verschattung der Module,
- tatsächlich anfallender Solarstromüberschuss,
- Stromverbrauch während des Tages,
- Verbrauch am Abend und in der Nacht,
- saisonale Ertragsschwankungen,
- Umwandlungs- und Bereitschaftsverluste,
- Möglichkeit, den Speicher zusätzlich aus dem Netz zu laden.
Die HTW Berlin empfiehlt als technische Obergrenze grundsätzlich höchstens 1,5 Kilowattstunden nutzbare Speicherkapazität pro Kilowatt PV-Leistung und höchstens 1,5 Kilowattstunden pro 1.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch. Ein Speicher sollte zudem nur angeschafft werden, wenn tatsächlich ausreichend Solarstromüberschüsse entstehen. Die genauen Empfehlungen zur Speicherauslegung sind zwar für PV-Speicher allgemein formuliert, zeigen aber deutlich das Risiko einer Überdimensionierung.
Auch die Verbraucherzentrale warnt davor, zu große Speicher zu kaufen. Bei kleinen PV-Anlagen sollte die Kapazität in Kilowattstunden nicht wesentlich größer sein als die Anlagenleistung in Kilowatt. Ungenutzte Kapazität erhöht Kosten und Rohstoffbedarf und kann durch dauerhaft hohe Ladezustände sogar die Alterung fördern.
Ein Speicher mit fünf Kilowattstunden an einem Balkonkraftwerk mit zwei Kilowatt Modulleistung kann daher bereits großzügig dimensioniert sein. Sinnvoll kann er bei einem hohen Abend- und Nachtverbrauch, zusätzlicher Netzladung oder einem besonderen Bedarf an Backup-Energie werden. Als pauschale Mindestgröße eignet sich dieser Wert jedoch nicht.
Amortisation nach fünf Jahren? Das ist nur ein Rechenbeispiel

Das Video rechnet für ein Balkonkraftwerk mit 800 Watt und einem Speicher mit zwei Kilowattstunden vor, dass der Eigenverbrauch von rund 50 auf bis zu 85 Prozent steigen könne. Daraus sollen zusätzliche Einsparungen von 100 bis 120 Euro pro Jahr entstehen. Die Mehrkosten des Speichers könnten sich demnach nach etwa fünf Jahren amortisieren.
Diese Rechnung ist möglich, aber keine allgemeine Prognose. Wer bereits tagsüber einen großen Teil des Solarstroms direkt verbraucht, kann durch den Speicher nur noch wenig zusätzliche Netzenergie ersetzen. Bei Verschattung, ungünstiger Ausrichtung oder einem zu großen Akku sinkt die Zahl sinnvoller Ladezyklen ebenfalls.
Zudem muss sauber unterschieden werden, was berechnet wird. Für die Amortisation des Speichers sind dessen Mehrkosten durch die zusätzlich erzielte jährliche Ersparnis zu teilen. Die Kosten des gesamten Balkonkraftwerk-Sets mit den allein durch den Speicher ermöglichten Einsparungen zu vergleichen, würde zwei unterschiedliche Investitionen vermischen.
Die Verbraucherzentrale beziffert den Speicher-Aufpreis für Steckersolargeräte derzeit grob auf 500 bis 1.000 Euro. Besonders interessant könne ein Akku bei größeren Steckersolaranlagen und höherem Stromverbrauch werden.
Dynamische Stromtarife können die Wirtschaftlichkeit zusätzlich verbessern, wenn der Speicher in günstigen Stunden geladen und bei hohen Preisen entladen wird. Entscheidend ist jedoch die tatsächliche Preisdifferenz nach Abgaben, Speicherverlusten und möglichem Verschleiß. Ein intelligentes Energiemanagement sollte Ladevorgänge deshalb anhand von Preis-, Verbrauchs- und Ertragsprognosen steuern.
Viele Ladezyklen sind nicht gleichbedeutend mit langer Lebensdauer

Im Video werden je nach Hersteller 6.000 bis mehr als 10.000 Ladezyklen genannt. Diese Werte klingen eindrucksvoll, beschreiben aber nicht automatisch die tatsächliche Nutzungsdauer.
Akkus altern nicht nur durch Ladezyklen, sondern auch kalendarisch. Temperaturen, Ladezustand, Entladetiefe und Leistungsanforderungen beeinflussen den Kapazitätsverlust. Hinzu kommt die Frage, welche Restkapazität der Hersteller seiner Zyklenangabe zugrunde legt.
Vor dem Kauf sollten deshalb nicht nur die beworbenen Ladezyklen, sondern auch die Garantiebedingungen geprüft werden. Relevant sind insbesondere garantierte Restkapazität, zulässige Betriebsbedingungen, Nachweispflichten sowie die Übernahme von Transport-, Einbau- und Austauschkosten. Auch die Stromspeicher-Inspektion 2026 der HTW Berlin weist darauf hin, dass Effizienz allein kein ausreichendes Auswahlkriterium ist und ein genauer Blick in die Garantiebedingungen unangenehme Überraschungen verhindern kann.
Welcher Speicher passt zu wem?
Der Feldtest liefert keinen universellen Sieger für sämtliche Nutzungssituationen, aber einige klare Profile:
- Der Zendure SolarFlow 800 Pro überzeugt durch die besten Lade- und Entladewerte des Tests und eignet sich für Nutzer, die einen vergleichsweise kompakten Speicher suchen.
- Der Jackery SolarVault 3 Pro liefert das ausgewogenste Ergebnis hinter Zendure und verbindet eine hohe PV-Eingangsleistung mit umfangreicher Ausstattung.
- Der EcoFlow STREAM Ultra X ist besonders interessant, wenn zwei leistungsfähige Backup-Steckdosen benötigt werden. Das schwache Entladeergebnis sollte vor dem Kauf jedoch durch weitere Tests eingeordnet werden.
- Der SunEnergyXT 500 bietet viel Kapazität und die höchste Leistung am direkten Ausgang. Für ein kleines Balkonkraftwerk kann das System allerdings überdimensioniert sein.
- Der Solakon ONE landet nur knapp hinter SunEnergy und verbindet ein solides Testergebnis mit einem vergleichsweise günstigen Preis.
- Der FoxESS Avocado 22 Pro M hebt sich vor allem durch seine zusätzlichen Schutzfunktionen ab.
- Der Anker SOLIX 3 enttäuscht in diesem Feldtest beim Laden. Das Ergebnis gilt jedoch nur für das geprüfte Modell und die konkrete Testsituation – nicht automatisch für andere Anker-Generationen oder sämtliche Einsatzbedingungen.

Unser Fazit zum Video der Woche
Der home&smart-Redaktion gelingt ein anschaulicher und transparent erklärter Direktvergleich. Besonders positiv ist, dass alle sieben Speicher gleichzeitig mit gleich starken Modulen getestet, die Herstellerleihgaben offengelegt und Laden sowie Entladen getrennt bewertet wurden.
Der Zendure SolarFlow 800 Pro ist der verdiente Sieger dieses Feldtests. Jackery zeigt sich als starke und ausgeglichene Alternative. Gleichzeitig demonstrieren EcoFlow und SunEnergy, warum ein Blick auf nur eine Disziplin nicht genügt: Eine hohe Ladeleistung garantiert noch keine ebenso gute Energieabgabe – und eine große Batterie ist nicht automatisch wirtschaftlicher.
Die Aussagekraft des Rankings bleibt dennoch begrenzt. Ein kurzer Feldtest kann keine Langzeiterfahrungen zu Winterbetrieb, Stand-by-Verbrauch, App-Zuverlässigkeit, Alterung, Geräuschentwicklung und Wirkungsgrad bei niedriger Grundlast ersetzen. Gerade diese Punkte entscheiden im Alltag darüber, wie viel Strom und Geld ein Speicher tatsächlich spart.
Die wichtigste Frage lautet deshalb nicht, welcher Akku die Rangliste gewinnt, sondern wie viel ungenutzter Solarstrom im eigenen Haushalt regelmäßig entsteht. Wer tagsüber kaum zu Hause ist, abends viel Strom benötigt oder einzelne Geräte bei einem Stromausfall weiterbetreiben möchte, kann von einem Speicher profitieren. Wer den Solarstrom bereits direkt verbraucht und vor allem eine schnelle Amortisation sucht, fährt häufig mit einem einfachen Balkonkraftwerk ohne Akku besser.
Das Video liefert damit eine wertvolle Grundlage für die Vorauswahl. Die endgültige Entscheidung sollte jedoch nicht bei der Bestenliste beginnen, sondern beim eigenen Stromverbrauch.
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