Neues Tesla-Patent könnte autonomes Fahren schneller voranbringen

Tesla Autopilto
Quelle: Elon Musk, Twitter

Teslas „Smart Sumon“, eine Funktion des autonomen Fahrens, hat große Fortschritte im Bereich des maschinellen Lernens gemacht. Eine neue Erfindung könnte ein wichtiger Schritt sein, um die Markteinführung von Autopilot-Funktionen beschleunigen, wie die Webseite Teslarati berichtet. Elon Musk, der selber zu den Erfindern gehört, bezeichnete sie als „important“.

Für die Entwicklung von Autopilot-Funktionen nutzt Tesla Sensordaten und Bilder aller acht Kameras, die ein „3 D Labeling” ermöglichen. Die Anwendung, die nun als Patent angemeldet wurde, nennt sich Autonomous and User Controlled Vehicle Summon to a Target”. Zusammen mit zwei weiteren kürzlich von Tesla angemeldeten Patenten nutzt sie einen automatisierten Weg, Trainingsdaten zu erzeugen. Diese werden dann von einem Modell des maschinellen Lernens genutzt, um umfangreiche Fähigkeiten des autonomen Fahrens zu entwickeln. Normalerweise müssen Trainingsdaten manuell gelabelt werden. Sensordaten und Zeitreihen-Bilder ermöglichen nun aber gelabelte Trainingsdaten.

Ein Beispiel macht es deutlicher: eine Serie von Bildern in einem bestimmten Zeitabschnitt dient dazu, den Pfad des Autos auf der Fahrbahn zu ermitteln. Ein einzelnes Bild aus dieser Serie sowie und der tatsächliche Pfad können als Trainingsdaten genutzt werden, um den Pfad eines Fahrzeugs vorherzusagen..

Ein Tesla mit Summon (Herbeirufen-)Funktion kann zum Beispiel ein Garage öffnen, sich selber einparken und die Garage schließen und auch wieder hinausfahren. In den USA ermöglicht Smart Summon, dass ein Tesla per Autopilot bis zu 150 Meter über Parkplätze fährt. Gerade hier ist ein zuverlässiges Vorhersagemodell wesentlich.

Tesla Smart-Herbeirufen-Funktion
Smart-Herbeirufen-Funktion. Quelle: Tesla

Die Erfindung könnte zukünftig weitere Funktionen ermöglichen: zum Beispiel Smart Summon mit einem Kalender zu verbinden, so dass der Tesla automatisch zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort ankommt – und das mit der passenden Beleuchtung, Musik und Einstellung der Klimaanlage.

Tesla-CEO hatte das bessere Labeln und damit genauere Trainingsdaten als einen der Schlüssel bezeichnet, um Autopilot-Funktionen zu entwickeln. Nun schrieb er, als Antwort auf den Artikel von Teslarati: „This is important”. Eine weitere Besonderheit: diesmal ist Musk sogar selber auf dem Patent als einer der Erfinder angegeben – was eher selten der Fall ist


N.E.W. ist ein Gemeinschaftsprojekt des T&Emagazin in Zusammenarbeit mit dem YouTube Kanal Car Maniac von Christopher Karatsonyi.

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