Wohin geht es mit der E-Mobilitäts-Community?

Beim T&Etalk am 4. Juli 2021 ging es um die Frage „Wohin geht es mit der E-Mobilitäts-Community?“

Arnie Kröger von den Electrified Women und Oliver Krüger von 163 Grad sprachen darüber mit Antonino Zeidler (buzzingDANZEI) und David Reich (Tesla Welt Podcast).

Ist jetzt, wo die E-Mobilität sich durchsetzt und Mainstream wird, eine spezielle „E-Mobilitäts-Community“ noch erforderlich, wird es sie künftig in dieser Form geben oder geht die Besonderheit durch den Mainstream flöten? Es gibt auch keinen Diesel- oder Verbrenner-Club, wie in den Chats des Talks angemerkt wurde, warum soll es E-Mobilitäts-Gruppen geben?

Oliver Kröger hat bemerkt, dass sich insbesondere in den letzten 12 Monaten viel geändert habe. Früher hatten beispielsweise die meisten der Zuschauer seines YouTube-Kanals kein E-Auto, inzwischen mache er Videos für Zuschauer, die zum größten Teil eines haben. Vor allem die Modellvielfalt an Elektrofahrzeugen habe dazu geführt, dass sich auch Leute angesprochen werden, die bisher keines hatten. Er rechnet damit, dass in etwa 3 bis 5 Jahren über 50 Prozent der Autos elektrisch fahren.

Arnie Kröger findet, das Thema Elektromobilität war am Anfang sehr nerdig gewesen, jetzt seien es auch ganz normale Leute. Früher habe man am Supercharger noch miteinander geredet, heute steigt man gar nicht mehr aus. Auch zum Beispiel beim E-Cannonball sehe man inzwischen eine große Vielfalt an Elektroautos.

Es ging auch um den Verein Electrified Woman, deren Vorsitzende Arnie Kröger ist. Sie wollten mehr Frauen abholen. Frauen hätten oft Berührungsängste mit technischen Themen oder sie langweilten sie. Das sei aber auch nicht notwendig – man kann auch Auto fahren, ohne alles technisch zu verstehen.

„Wir wollten, dass das Elektroauto normal wird“, so Oliver Krüger, er sei darüber glücklich und froh. Er erwähnte, dass oft Kinder auf seinen Tesla zeigen, und glaubt, da komme in Zukunft, wenn diese erwachsen sind, noch eine ganz große Welle. „Im Moment sind es die alten Säcke, die den Umstieg vom Verbrenner nicht wollen“.

Antonino Zeidler gab zu bedenken, dass er jede Woche die gleichen Fragen erklären müsse wie 2013. „40 Millionen Autofahrer kennen die Antworten nicht.“

Eifrig diskutiert wurde auch wieder in den Chats auf YouTube und Twitch. Besonders die Frage „Grüßt ihr noch andere E-Auto/Tesla-Fahrer?“ stieß auf viel Echo.

Eingebracht wurden Fragen und Anmerkungen aus den Chats von Martin Haudenschild vom Tesla Owners Club Helvetia (TOCH). Er plauderte auch bezüglich der Tesla-Community ein bisschen aus dem Nähkästchen: Tesla verfolge definitiv, was die Owners Clubs machen, habe eine eigene Zuständige dafür in den USA und verfolge insbesondere deren Aktionen und Events.

Außerdem berichtete Timo Schadt beim T&Etalk über die SEXY Cars Community: Das ursprünglich für 2020 geplante Tesla Model 3 Treffen M3T findet – so es pandemiebedingt möglich ist – voraussichtlich 2022 als echtes Treffen statt. Und es hat sein Spektrum erweitert, wie der neue Name besagt. Im Gespräch sei „ein Standort in Norddeutschland“ – mehr konnte Timo nicht verraten.

Der nächste T&Etalk findet am Sonntag, den 5. September 2021 auf den bekannten Kanälen statt. Inspiriert von den Zuschauern soll es um “Die Mobilität der Jugend” gehen.

Hier die Aufzeichnung der Sendung:

https://player.twitch.tv/?video=1076556042

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4 Gedanken zu „Wohin geht es mit der E-Mobilitäts-Community?

  1. Hallo Manfred,
    das hat der Oliver bestimmt nicht diskriminierend gesagt und gemeint. Dass es wie in Deinem Fall Ausnahmen von der Regel gibt, ist nicht ausgeschlossen, aber dafür ein ganz dickes und anerkennendes dickes Lob für Dich. Du gehörst bestimmt zu einer Minderheit “anders denkender Menschen” wenn nicht gar in die Gruppe intellektuell Denkender. Die persönliche Erfahrung gibt die von Oliver recht präzise und deckungsgleich wieder, ist es gerade die Gruppe an “Persönlichkeiten älteren Semesters” die in ihrer lieb gewordenen im Wohlfühlbereich angekommenen allgemeinen Unbeweglichkeit, von vorn herein völlig gegen die Elektromobilität intervenieren. Da ist die Jugend, die strapaziere ich jetzt mal hoch hinauf bis vor die 30 Lenze, weitaus offener für dieses Thema. Was nicht ausschließt, auch hier auf die ewigen Nörgler zu stoßen. Eines ist uns allen und jeder Gruppe gleich, die Zukunft wird es zeigen.

  2. Hallo Oliver,
    ich finde es nicht ganz fair so über die „ alten Säcke“ zu sprechen! Ich bin heute 83, fahre seit 4 1/2 Jahren elektrisch, ca. 25k Kilometer im Jahr, habe den Tesla-Stammtisch gegründet, der sich monatlich trifft und ca. 50 Teilnehmer hat. Nicht alle sind monatlich dabei, aber ein harter Kern von mind. 10 Autos begrüßen wir regelmäßig. Wegen Corona wurde der Stammtisch zwangsweise digital veranstaltet. Meine Frau fährt einen Smart-E-Cabrio!!

    1. Ich denke, dass solltest Du etwas locker sehen. 😉 Ich bin nahe 60 und fühle mich wie einen alten Sack. Aber wir beide wissen wie es ja gemeint ist. Aber es hat schon im Kern eine traurige Wahrheit,viel sind einfach nicht bereit oder haben ganz falsche Vorstellungen, und ja es sind sehr oft Menschen die um oder über 60 sind. Ich persönlich setze auf die Jugend!

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