1 Milliarde Euro Dividende für BMW-Aktionäre – und das trotz staatlicher Beihilfen

Hauptversammlung der BMW AG am 12. Mai 2021 in München (virtuelle HV). Foto: BWM

BMW zahlt – trotzt staatlicher Beihilfen – seinen Aktionären Dividenden von über einer Milliarde Euro aus. Dafür stößt der Konzern jetzt auf Kritik.

Trotz Corona-Pandemie ist die BMW AG auch dank Kurzarbeitergeld und staatlicher Kaufbeihilfen für Plug-in-Hybride und Elektroautos verhältnismäßig gut durch das letzte Geschäftsjahr gekommen, mit einem Gewinn von knapp 4 Milliarden Euro. Im Corona-Jahr wurde das Kurzarbeitergeld zusätzlich vom Staat bezuschusst.

In manchen Ländern – beispielsweise Schweden – gibt es keine staatliche Unterstützen aufgrund der Corona-Pandemie für Unternehmen, die Dividenden zahlen. In Deutschland ist das nicht so.Die Aktionäre von BMW solle 1,90 Euro Dividende je Stammaktie und 1,92 Euro je Vorzugsaktie bekommen. Auch Daimler zahlte, sogar kräftig erhöhte, Dividenden – und das, obwohl der Konzern massiv vom Kurzarbeitergeld profitierte.

„Nicht erst seit dem Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichtes ist klar: Auch die Automobilindustrie muss sich schleunigst auf das post-fossile Zeitalter einstellen und zügig ihre Produktpalette umstellen. Statt hohe Dividenden auszuschütten, sollte BMW die Gelder in den Konzernumbau und die Qualifizierung der Belegschaft investieren. Es braucht eine klare Klimastrategie jenseits des Verbrennungsmotors. Dass der Konzern als einziger hierzulande weiter den Anschein erweckt, Wasserstoff wäre eine Zukunftsoption für den Pkw, spricht Bände”, kritisiert Antje von Broock vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

“Mogelpackungen” Plug-in-Hybride

Vor allem die Plug-in-Hybride haben maßgeblich dazu beigetragen, dass BMW durch die unrealistisch niedrigen, offiziellen Verbrauchswerte der Fahrzeuge den CO2-Flottengrenzwert der EU erreichte. Dabei haben Plug-in-Hybride auf der Straße im Vergleich zu reinen Verbrennerfahrzeugen oft sogar einen höhere Kraftstoffverbrauch und werden meist ohne jeden Nachweis darüber genutzt, ob sie überhaupt elektrisch geladen und mit Strom gefahren werden.

„Sich große SUV mit Hilfe unrealistischer Messverfahren schönzurechnen mag rechtlich legal sein, moralisch verwerflich ist es trotzdem und für Umwelt- und Klimaschutz höchst schädlich. Statt weiterhin solche Mogelpackungen auf den Markt zu bringen, muss BMW mit Blick auf die Klimaklage einen klaren Pfad zu weniger, kleineren und rein batterieelektrischen Fahrzeugen bis spätestens 2030 beschreiten”, so Richard Mergner vom Bund Naturschutz in Bayern. “Verbrenner und Plug-in-Hybride in die Mottenkiste”, ist die Forderung des Verbandes.

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