Bis zu 40.000 Tesla-Mitarbeiter: Brandenburg veröffentlicht Konzept zum Gigafactory-Umfeld

Bei einer digitalen Pressekonferenz haben das brandenburgische Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung und andere regionale Akteure heute die Ergebnisse des Konzeptes für die Entwicklung des Umfeldes der Tesla-Gigafactory in Grünheide (Mark) vorgestellt.

Ziel war es, eine Grundlage für Wohungsbau und die Entwicklung notwendiger Gewerbeflächen für das weitere Umfeld des Tesla-Werks  und zeit- und bedarfsgerechte Angebote für die zuziehenden Menschen und Unternehmen zu schaffen.

“Gemeinsam mit allen Beteiligten haben wir aufgezeigt, dass wir für die von Tesla angestoßene Entwicklung gut gerüstet sind und viele Baulandpotenziale haben”, so Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung.

Land rechnet mit bis zu 40.000 Beschäftigten bei Tesla

Mit dem Konzept für die Entwicklung des Umfeldes der Tesla-Gigafactory wurde erstmals eine konkrete Abschätzung vorgenommen, wie viele Menschen in den kommenden Jahren in die Region zuziehen werden und welche Orte im Fokus der Zuzüge stehen könnten. Kurz- bis mittelfristig könnten 40.000 zusätzliche Wohneinheiten realisiert werden.

Den verfügbaren Bauflächen wurden dem durch den Zuzug entstehenden Bedarf an neuem Wohnraum gegenübergestellt. Dabei wurden zwei grundsätzliche Szenarien unterschieden, die jeweils auch eine Abschätzung der durch Tesla ausgelösten Beschäftigungseffekte in anderen Unternehmen beinhalten:

Das erste Szenario wurde vom aktuell in den Genehmigungsverfahren befindlichen ersten Bauabschnitt bei Tesla abgeleitet. Es geht von einem Zuzug von bis etwa 11.600 Beschäftigten nach Berlin und Brandenburg aus. Für dieses Szenario stünden in der Region um den Werksstandort ausreichend Baupotenziale, aber auch Bestandsimmobilien zur Verfügung. Bei den Gewerbeflächen wurde vor allem das Fehlen größerer, unzerschnittener Flächen festgestellt.

Das zweite Szenario bezieht sich auf eine mögliche Endausbaustufe von 40.000 bei Tesla Beschäftigten und rechnet mit etwa insgesamt 36.400 zuziehenden Arbeitskräften. Dieser Arbeitskräftebedarf wurde im Konzept für perspektivische Überlegungen verwendet. Wann dieses Szenario konkret zum Tragen kommt, werde „von den Marktentwicklungen und Entscheidungen des Unternehmens abhängen“. Zur Anpassung des Umfelds auf dieses Szenario wird von einer Umsetzung binnen 5 bis 6 Jahren ausgegangen.

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