Elon Musks Auftritt beim Gigafactory Berlin-Brandenburg County Fair

Fotos: Timo Schadt

Beim Gigafactory Berlin-Brandenburg County Fair wurde irgendwann mit großzügiger Zeitangabe per Lautsprecherdurchsage angekündigt, Elon Musk, der CEO von Tesla himself, werde auf der Tribühne erscheinen. Wie es sich für ambitionierte Medienvertreter gehört, fand sich das Team von T&Emagazin und T&Etalk, sogleich am Ort des Geschehens ein und konnte Plätze in den ersten Reihen ergattern. Schließlich galt es – ganz Fanboy-like – dem Idol möglichst nahe zu kommen. Auch galt es – wie schließlich gelungen – aus der ersten Reihe Fotos zu machen. Mit geringfügiger Verspätung – gehört ja irgend wie dazu – erschien Elon dann tatsächlich. Die Menge tobte wie bei einem Rockkonzert.

Anfänglich offenbarten sich technische wie organisatorische Schwierigkeiten, die Elon charmant durch Improvisation zu lösen suchte, was mehr oder minder gelang. Die vor der Bühne stehenden Menschen konnten dies offenkundig verzeihen und spielten positives Feedback nach vorne. Dank eines spontan zugetragenen Handys war die fehlende Synchronizität zwischen Riesenleinwand und Skript-Monitor schließlich auch einzufangen. Elon erwies sich dabei durchaus sprachbegabt, denn in fabelhaftem Deutsch erfolgte die Begrüßung der tausenden Menschen, die sich inzwischen eingefunden hatten, um einen Blick auf den großen Visionär zu werfen.

Elon Musk (auf Deutsch): “Willkommen zur Giga Berlin County Fair! Schön, dass ihr alle gekommen seid, um mit uns die Bühne abzureißen. Wir freuen uns, die Türen zu öffnen und euch zu zeigen, woran wir die letzten Monate gearbeitet haben. Die Unterstützung, die wir von den Leuten hier aus Grünheide und ganz Deutschland erhalten haben, ist super beeindruckend. Dinge, die uns tagtäglich wirklich antreiben, gibt es viel zu selten. Wir wollen euch mit dem, was wir tun, inspirieren.–Deshalb vielen Dank an alle Befürworter von Giga Berlin-Brandenburg. Diese Party ist für euch! Spaß steht für uns an oberster Stelle. Schließlich haben wir für euch das aktuelle Auto massentauglich gemacht. Also macht ordentlich Rambazmba für den Rest des Abends. Berlin-Brandenburg rockt! Ich habe für ein Semester auf der Universität Deutsch gelernt. Teslas Mission ist die Beschleunigung des Übergangs zu nachhaltiger Energie.”

Nach seinem Vortrag – von einigen Zwischenrufen und Fragen unterbrochen, auf die er spontan einging – folgte ein offiziell angekündigte Q&A. Besucher hatten nämlich Gelegenheit bekommen, vom Festgelände aus animiert, per Twitter Fragen zu stellen.

Sichtlich waren Fragen im Stile von „Wird es einen Betriebskindergarten geben?“ angesichts des monumentalen Bauwerks mit nie dagewesenem Innenleben hinter der Bühne deplatziert. Und auch Elon machte keinen Hehl daraus, dass er „vielleicht doch ein wenig“ mit anderen Fragen gerechnet hatte. Aber auch solche quasi banalen Dinge konnten er und die zwischenzeitlich dazu gekommenen weiteren lokalen Tesla-Funktionäre beantworten. Auch, wenn angesichts der Fragen und deren Auswahl ein wenig berauschender Eindruck bei Elon entstehen musste.

Wie das T&Emagazin aus gut informierten Kreisen im Nachgang erfuhr, war Elon Musk vom Ablauf dieses Parts der Gigafactory Berlin-Brandenburg County Fair wenig begeistert. So ließ er sich schließlich sogar die große Techno-Party am Abend entgehen. Er saß dann schon, während die Gäste noch lange feierten – vermutlich früher als geplant – im Flieger zurück nach Texas. Verständlich.

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